Späte Kelten und erste Germanen in Südthüringen

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Im Rahmen der Sonderausstellung „Kelten und Germanen“ des Museums für Regionalgeschichte und Volkskunde Gotha findet am Donnerstag, 26. Januar 2012, um 19 Uhr der Vortrag „Späte Kelten und erste Germanen in Südthüringen – Neue Funde und Befunde der vorrömischen Eisenzeit aus dem Gleichberggebiet“ von Dr. Mathias Seidel vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Weimar statt.

Südthüringen gehörte im 2. und 1. Jh. v. Chr. zum keltisch-germanischen Kontaktgebiet. Wirtschaftliches Zentrum war die auf dem kleinen Gleichberg bei Römhild, im Landkreis Hildburghausen, gelegene Steinsburg. Die Burg bildete einen Anlaufpunkt für Fernreisende zwischen Süddeutschland und dem Thüringer Becken. Sie erreichte zu dieser Zeit, im 1. Jh. v. Chr., ihre größte Ausdehnung. Importgüter, die Übernahme der Drehscheibentechnologie sowie ein bescheidener Münzumlauf zeugen vom Kontakt der einheimischen Bevölkerung zum keltischen Süden. Nach dem Zusammenbruch der keltischen Welt im Zuge der Eroberung Galliens durch Cäsar und dem Vordringen elbgermanischer Bevölkerungsgruppen ging die herausragende topographische und administrative Funktion der Steinsburg jedoch um Mitte des 1. Jh. v. Chr. verloren.

Neben der Steinsburg selbst werden im Vortrag auch die neuesten Funde aus jüngerlatènezeitlichen und frühgermanischen Siedlungen sowie Bestattungsplätze aus dem Gleichberggebiet vorgestellt.

Der Eintritt beträgt 3 € (erm. 2 €)