Steffen Fuchs: Truppenübungsplatz Light nützt der Region nichts!

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Zu Bekanntgabe der militärischen Weiternutzung des Truppenübungsplatzes Ohrdruf als Standortübungsplatz durch das Bundesverteidigungsministerium erklärt Steffen Fuchs, Landratskandidat für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Gotha:

„Egal ob Atomkraft oder Bundeswehrreform, es ist die altbekannte chaotische Art dieser Bundesregierung: nach dem Ausstieg kommt der Ausstieg, diesmal in Form der Reinkarnation des Standortübungsplatzes Ohrdruf in einer Light-Version. Es ist doch erstaunlich, wie konzeptlos die Bundeswehrreform bereits auf kommunikativer Ebene angegangen wird, von den zugrunde liegenden Konzepten zum Umbau der Bundeswehr kann da nicht mehr viel erwartet werden“, so Fuchs zu der gestrigen Verkündung der Kommunikationsfehler durch Verteidigungsstaatssekretär Schmidt.

Die Bekanntgabe der Standortschließungen durch Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) im Oktober 2011 sollte auch den Truppenübungsplatz Ohrdruf mit einschließen. Seither haben Parteien, Tourismus- und Naturschutzverbände und nicht zuletzt die Bürgerinnen und Bürger der Anrainerkommunen Vorschläge für die zivile und nachhaltige Nutzung des Truppenübungsplatzes erarbeitet. Fuchs zeigt sich enttäuscht, dass diese Arbeit nun bis auf Weiteres nicht gewürdigt wird: „Es ist mehr als bedauerlich, dass die bisher in die Diskussion eingebrachten guten Ideen für die zivile Nachnutzung des Truppenübungsplatzes jetzt abgewürgt wurden und damit für weitere Jahre auf Eis liegen. Doch die Arbeit ist nicht umsonst! Die Menschen in der Region hatten sich schon mit der zivilen Nachnutzung angefreundet. Der gesamte Landkreis hätte von der Symbiose aus Naturschutz und naturnahem Tourismus wirtschaftlich besser und nachhaltiger leben können als von diesem „Truppenübungsplatz Light“. Vorschläge wie die Etablierung eines „Thüringengeti“ mit freilebenden Großsäugern hätten sicherlich landesweite Anziehungskraft entfaltet. Nach über 100 Jahren militärischer Nutzung haben die Bewohner der umliegenden Gemeinden durchaus ein Recht, sich in ihrer Heimat wieder frei und ohne Hinweis auf die „Militärische Nutzung“ bewegen zu können.“

Mit Blick auf die weitere Arbeit an den Nachnutzungskonzepten erklärt der Bündnisgrüne Landratskandidat: „Trotz dieser negativen Meldung für die zivile Nachnutzung heißt es jetzt: Weiterdenken und die bisher erarbeiteten Konzepte konkretisieren, um diese dann zügig umsetzen zu können, wenn die Weichen für die zivile Nutzung gestellt sind. An dieser Aufgabe muss sich der Kreistag ebenso wie der amtierende Landrat Konrad Gießmann beteiligen, anstatt weiter an starren Konzepten aus der Vergangenheit festzuhalten.“

H&H Makler