„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Im Zitat von Berthold Brecht liegt, vor allem auf sportliche Wettkämpfe bezogen viel Wahrheit und noch mehr Weisheit.
Science City Jena empfängt am heutigen Samstagabend ab 19.00 Uhr die BasCats aus Cuxhaven, steht im Heimspiel gegen die Nordseestädter unter dem Druck endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis zu feiern und wird gegen die individuell stark besetzten Gäste kräftig kämpfen müssen, um den zweiten Saisonsiege feiern zu können.
Während die Jenaer Korbjäger im bisherigen Saisonverlauf vor allem in der Verteidigung zu leichtfertig agierten, dafür offensiv weit über ihrem gewohnten Schnitt liegen, ergaben die bisherige Auftritte – den überzeugenden Auftritt gegen den Favoriten aus Karlsruhe ausgeklammert – ein eher ernüchterndes Bild. Ein Sieg und vier Niederlagen stehen als Beleg dafür, dass sich Science City noch auf der Suche nach dem erfolgsbringenden Rhythmus befindet.
„Wir müssen endlich wieder in die Spur finden, Schwächephasen in einzelnen Vierteln schneller verarbeiten und überwinden. Das geht jedoch nur über intensive Defense. Unser Coach predigt uns das seit Wochen, Monaten und wir lassen uns seit Saisonbeginn fast Woche für Woche in engen Spielen die Butter vom Brot nehmen. Das Team steht nicht nur unter Druck, sondern auch in der Pflicht, endlich sein wahres Potential abzurufen und anständig zu verteidigen“, sagt Kenny Barker vor dem Duell mit den Norddeutschen. Die Gäste von der Nordseeküste rangieren derzeit als Tabellenfünfter neun Plätze vor Science City. Bereits drei Siege bei zwei Niederlagen konnten die BasCats auf der Haben-Seite verbuchen, kommen vor dem Schlüsselspiel mit der Empfehlung eines souveränen 98:66-Sieges gegen den Vorjahresvize aus Kirchheim an die Saale.
„Jeder im Team weiß was da auf uns zukommt. Cuxhaven lebt von seiner exzellenten Offensivabteilung. Wir haben es in den Spielen in Nürnberg und Paderborn verpasst, den Gegnern diese Stärke zu nehmen, waren zu nachlässig in der Defense. Insofern wird es Zeit, das Ruder endlich herumzureißen. Wenn wir gegen die BasCats eine Chance auf den Sieg haben wollen muss zunächst unsere Verteidigung stehen und das wird gegen Cuxhaven ein ganz hartes Stück Arbeit“, sagt Trainer Georg Eichler vor dem Schlagabtausch. Auf der Gegenseite gilt es dabei die drei Hauptakteure der Nordlichter zu kontrollieren. Neben Flügelspieler Scott Thomas (21,4 Punkte im Schnitt) komplettieren Aufbauspieler Jeremiah Kelly (16 Pkt) und der mit einem deutschen Pass ausgestattete Jeremy Dunbar (10,3 Pkt.) das offensivstarke Trio der Gäste. Ein bekanntes Gesicht steht unterdessen an der Seitenlinie der BasCats. Sean McCaw, in Jena nicht zuletzt bekannt und berühmt aufgrund seines Jahrhundert-Wurfs am 18.April 2008 gegen die Eisbären Bremerhaven, assistiert seinem Cheftrainer, dem Letten Krists Plendiskis, der am 30.10.2012 seinen erst 23. Geburtstag feiert. Dann hoffentlich nur mit Torte aber ohne Punkte aus dem Duell an der Saale…























