BIG-Boy Tim Jarmusz setzt sich durch

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Fliesenstudio Arnold

Es war eine der aussagekräftigsten Szenen, die sich kürzlich beim Try-Out in der Ernestiner-Sporthalle abspielten. Einer der Akteure hatte beim Kampf um den Ball einen Ellenbogen ins Gesicht bekommen – die Folge war ein stark blutender Cut.

Der junge Mann ließ sich kurz verarzten, wenig später stand er wieder auf dem Feld und kämpfte mit einem Pflaster über dem linken Auge um einen Platz im neuen Team der Oettinger Rockets Gotha.

Diese Szene belegt: Tim Jarmusz kann so leicht nichts stoppen. Der 22-Jährige besitzt neben einer Fülle von herausragenden sportlichen Fähigkeiten auch Charakterstärke. Nicht zuletzt deshalb erhielt der 2,01 Meter große US-Amerikaner jetzt einen Vertrag für die Saison 2011/2012. Er ist Neuzugang Nummer vier im Team von Trainer Marko Simic, der den neuen Mann in den höchsten Tönen lobt: „Mir haben auf Anhieb Tims professionelle Einstellung und sein Kampfgeist imponiert. Er bringt sehr viele gute Voraussetzungen mit. Er kann ein Spiel lesen, kreieren und knallhart verteidigen. Er ist sowohl auf der Position 2 als auch auf der 3 einsetzbar und ein sicherer Distanzschütze.“

Dass Tim Jarmusz ein exzellenter Shooter ist, wird in einem fast zehnminütigen Video-Clip deutlich, in dem Ausschnitte aus diversen Partien zu sehen sind, die er zuletzt für die Wisconsin Badgers in der NCAA absolvierte. Die bewegten Bilder spiegeln zudem wider, dass der neue BiG-Boy sehr flexibel und solide agiert. Statt dem scheppernden Dunking, den er gewiss beherrscht, bevorzugt er die „Nummer sicher“, den simplen Korbleger. Nie nimmt er einen wilden Wurf. Die Bewegungsabläufe wirken – speziell bei Dreipunktwürfen – ruhig und rund und traumwandlerisch sicher.

Kein Wunder also, dass Bob Ryan, Head Coach der Wisconsin Badgers, Anfang des Jahres nach einer dieser beeindruckenden Vorstellungen seines Schützlings sinngemäß sagte: „Tim ist unser ,Mister Zuverlässig’.“

Derweil freut sich Tim Jarmusz’ neuer Trainer, dass er nun schon zum zweiten Mal in seiner jungen Karriere mit einem Spieler arbeiten darf, der von den Wisconsin Badgers kommt. Schließlich zählt dieses Team zu den besten der – ob seiner Spielstärke berühmt-berüchtigten – „Big Ten Division“ der NCAA. Rockets-Coach Marko Simic hatte in Heidelberg bereits Jason Bohannon unter seinen Fittichen, der zuvor ebenfalls für die Badgers am Ball war. Nun brachte er seinen Landsmann in Gotha ins Spiel. Und diese Empfehlung markiert den Ausgangspunkt auf Tim Jarmusz’ Weg aus der „Big Ten Division“ zu BiG.

Publiziert am 01. August 2011, 10:07 Uhr