Trotz der 2:3 (24:26; 25:16; 25:27; 25:20; 12:15) Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten TSV Zschopau zeigten die Regionalligavolleyballer des VC Gotha II eine über weite Strecken gute Leistung.
Das Positive zuerst. Entgegen den teilweise indiskutablen Auftritten der Hinrunde boten die Gothaer, trotz der Niederlage, diesmal eine deutliche bessere Vorstellung. Es stand eine Mannschaft auf dem Feld, die Spiellust zeigte und sich als Team präsentierte. Auch sportlich waren die Fortschritte unübersehbar. Hinzu kam das gelungene Debüt von Neuzugang Stephan Werner im Gothaer Trikot. Auf der Diagonalposition spielend, stellt er eine echte Verstärkung für die Gothaer Regionalligamannschaft dar.
Dass es am Ende nicht zum Sieg gereicht hat, lag zum Einen an einem starken Gegner aus Zschopau, der seine Tabellenstellung ausdrücklich untermauerte. Der nicht immer durchgehend konsequenten Spielführung der Gastgeber, einer schwachen Schiedsrichterleistung und daraus resultierenden aber unnötigen und ewig anhaltenden Diskussionen einiger Gothaer Spieler mit den Schiedsrichtern.
Der VC Gotha II begann mit Christian Franz im Zuspiel, Paul Rüffer und Marcel Bruns in der Mitte, Michael Steuding und Markus Braune auf den Außenpositionen und Libero Jonas Fiedler. Die Begegnung wurde von Beginn an auf hohem Regionalliganiveau geführt. Die Gäste suchten immer wieder über ihren sehr guten Diagonalangreifer Kloss den Erfolg, während Gotha variabel über alle Positionen angriff. Bis zum 24:24 verlief der Satz völlig offen, ehe eine zumindest fragwürdige Entscheidung des 1.Schiedsrichters, nämlich ein angeblich unsauberes Zuspiel von Franz abzupfeifen, den Satzausgang bestimmte. Eine Entscheidung, die zu akzeptieren wäre, wenn auf beiden Seiten so konsequent geahndet worden wäre.
Der 2.Satz sah dann überlegen spielende Gothaer. Besonders Marcel Bruns zeigte sich stark formverbessert und ließ mit seinen Angriffen und Blocks an alte 2.Bundesligazeiten erinnern. Mit 25:16 ging der Abschnitt klar an den VC Gotha II.
Im 3.Satz zeigten die Zschopauer, dass sie nicht von ungefähr Tabellenzweiter sind. Sie beeindruckten mit gefährlichen Aufschlägen und gutem Stellungsspiel. Dennoch behielt der VC seine Linie bei und hatte beim Stand von 24:21 drei Satzbälle, die aber leider nicht genutzt wurden. Und wieder war es eine umstrittene Entscheidung des Kampfgerichts, diesmal ein gut gegebener Ball, den die Gothaer im Aus sahen, der den Satzausgang bestimmte und zu Diskussionen führte. Dadurch sich selbst aus der Konzentration bringend, verloren die Hausherren diesen Satz letztlich mit 25:27.
Der 4.Satz begann gleich mit einem Strafpunkt für den VC, weil einige Spieler noch immer mit dem Schiedsgericht haderten. Doch dann beruhigten sich die Gemüter und die VC- Männer besannen sich auf das Volleyballspielen. Mit Erfolg, denn dieser Satz ging mit 25:20 wieder an die Gastgeber.
Auch im Tie-Break des 5.Satzes sah zunächst alles nach einem Gothaer Erfolg aus. 5:2 führte man da bereits, doch einige Gothaer Eigenfehler bescherten den Gästen fünf Punktgewinne in Folge und damit die 7:5 -Führung. Diesen Rückstand konnten nun verunsicherte Gothaer Spieler nicht mehr aufholen und verloren den Satz mit 12:15 und das Spiel mit 2:3.
Da zeitgleich Ohrdruf und Erfurt siegten, rückten die drei nun punktgleichen Thüringer Teams am Tabellenende noch enger zusammen. Deshalb gilt die ganze Konzentration der Mannschaft von Trainer Christopher Röder nun den beiden kommenden Aufgaben. An den folgenden Sonnabenden warten nämlich besagte Teams zum Derby auf die Gothaer.
Autor: Wolfgang Mengs




















