VC Gotha verliert in Zschopau

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Auch im dritten Punktspiel der Saison mussten die Volleyballer des VC Gotha in der 3. Liga über fünf Sätze gehen. Diesmal unterlagen sie dem TSV Zschopau mit 2:3 (17; -17; 22; -20; -12) und verbleiben im unteren Mittelfeld der Tabelle auf dem 7. Platz.

 

Unter fünf Sätzen scheinen es Gothas 3.Liga-Volleyballer in dieser Saison nicht zu tun. Leider im dritten Spiel zum zweiten Mal ohne Erfolg, so dass man sich erneut mit nur einem Punktgewinn zufrieden geben musste.

 

Dabei begann das Spiel ganz nach den Vorstellungen der Gothaer. Mit druckvollen Aufschlägen setzte man die Gästeannahme gehörig unter Druck. Mitte des Satzes trug das dann die erhofften Früchte. Die Gäste kamen kaum noch zu einem geordneten Spielaufbau und der VC zog bis auf 16:8 davon. Diese Führung gab man nicht mehr ab und der 1.Satz ging mit 25:17 an die Hausherren.

 

Der 2. Satz verlief dann schon wesentlich ausgeglichener. Bis zum 10:10 konnte sich kein Team absetzen. Doch dann schlichen sich erste Fehler in das VC-Spiel ein. Während sich die Sachsen zunehmend stabilisierten, gab es nun Annahmeprobleme beim Gastgeber. Beim Stand von 13:18 kam der nicht ganz fitte und deshalb geschonte Christoph Aßmann für seinen Bruder Johannes in die Begegnung. Aber auch danach wirkten die VC-Spieler vielfach unkonzentriert. Annahmen versprangen und auch die Angriffssicherung war mehrfach nicht bereit. Der TSV, der nun im Angriff Vorteile hatte, schaffte mit 25:17 den Satzausgleich.

 

Im 3. Satz versuchten beide Teams das Spiel endgültig in den Griff zu bekommen, agierten dabei aber zeitweise sehr nervös. Erst als in der Schlussphase Zuspieler Philipp Mengs seinen Kapitän Marcel Herrmann vermehrt einsetzte, kippte der Satz zu Gunsten der Heimmannschaft. Mit seinen wuchtigen Angriffen holte der Diagonalangreifer die entscheidenden Punkte zum 25:22 Satzgewinn.

 

Leider brachte dieser Satzgewinn den Gothaern nicht die erhoffte Sicherheit. Das Aufschlagspiel war längst nicht mehr so zwingend, wie zu Anfang. Hinzu kam, dass die Gäste die Schwächen im Gothaer Block erkannt hatten und zunehmend mit Schnellangriffen über die Mitte agierten. Lediglich Herrmann hielt mit seinen Angriffen die Gothaer im Spiel, ohne jedoch den Satzverlust verhindern zu können.

 

Im nun folgenden Tie Break präsentierten sich die Gothaer dann aber davon weitgehend unbeeindruckt und gingen schnell in Führung. Beim Seitenwechsel führte der VC Gotha mit 8:4 und schien auf der Siegerstraße zu sein. Doch die Gäste, angefeuert vom mitgereisten, lautstarken Anhang hielten dagegen. Das zeigte Wirkung und in das junge Gothaer Team kehrte die Nervosität zurück. Zuspieler Mengs wählte jetzt mehrmals die falsche Option, indem er statt verstärkt über den erfahrenen Herrmann zu spielen, andere Angreifer einsetzte. So scheiterte Markus Braune, der zuvor ein gutes Spiel gemacht hatte, ausgerechnet in der entscheidenden Schlussphase zweimal am Zschopauer Block. Gothas Block aber schaffte an diesem Tag insgesamt zu wenig Entlastung und die der gute Gästeangriff nutzte zum Schluss die so gebotenen Chancen konsequent. Nicht unverdient gingen so Entscheidungssatz und Spiel an die Gäste, die über den gesamten Spielverlauf gesehen etwas fehlerfreier waren.

 

Gothas Trainer Jörg Schulz war die Enttäuschung nach dem Spiel anzusehen. „Meine Mannschaft schafft es einfach nicht konstant zu spielen. In entscheidenden Phasen verlieren die jungen Spieler häufig Nerven und Übersicht. Daran müssen wir arbeiten. Leider habe ich angesichts unserer dünnen Personaldecke zu wenig Möglichkeiten in Schwächephasen gegenzusteuern.“

 

VC Gotha mit: Marcel Herrmann, Christoph Aßmann, Johannes Aßmann, Mario Schlöffel, Richard Henze, Philipp Mengs, Markus Braune, Per-Ole Schneider

 

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