Viele Dreier, keine Feier

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Fliesenstudio Arnold

Trotz einer offensiv starken Leistung musste sich Science City Jena bei den Kirchheim Knights am Samstagabend das erste Mal in der neuen ProA-Saison geschlagen geben. Die Thüringer unterlagen den Gastgebern aus Baden-Württemberg am Ende mit 101:113, verloren in einer umkämpften Schlussphase gegen Routine und Erfahrung.

„Wir haben offensiv heute ein sensationelles Spiel abgeliefert. Eigentlich sollten mehr als 100 Punkte in fremder Halle zu einem Auswärtssieg reichen. Dafür haben wir defensiv aber nicht gut genug gearbeitet, den Kirchheimern zu viele freie Würfe gestattet, die diese gnadenlos genutzt haben“, sagte Trainer Björn Harmsen nach der Partie.

Während sich bereits im Verlauf des ersten Spielabschnitts ein hoher Score abgezeichnet hatte, das Harmsen-Team mit einer verdienten 34:32-Führung in die erste Viertelpause ging, präsentierten sich auch in der Phase bis zur Halbzeitpause beide Kontrahenten offensiv von ihrer besten Seite. Beim Gang in die Kabinen leuchtete ein Jenaer 59:54-Vorsprung von der Kirchheimer Anzeigetafel, in einigen Duellen der Liga auch schon als Endstand registriert. Hohe Quoten aus dem Feld und die später von Harmsen bemängelte defensive Einstellung eines Großteils der Mannschaft erlaubten den Kirchheimer Rittern auch nach der Halbzeit das Ergebnis knapp zu halten. Zwar enteilten die Jenaer zwischenzeitlich immer wieder, ebenso oft gelang es dem Team um Trainer Frenkie Ignjatovic jedoch zurück in Schlagdistanz zu kommen. Trotz einer Kirchheimer 73:72-Führung in der 26.Minute waren es die Saalestädter, die diese Begegnung nur wenige Minuten später beim zwischenzeitlichen 79:73 wieder zu ihren Gunsten drehen konnten. Schlussendlich schrumpfte der Jenaer Vorsprung bis zum Start in die finalen zehn Minuten wieder auf 82:80.

Beide Kontrahenten die sich ihrer Visiere längst entledigt hatten, kämpften sich nun parallel punktend bis in die Schlussphase. Die Zwischenstationen vom 90:90 (33.) über 94:94 (34.) bis hin zum 96:96 (36.) dienen als Zeugen eines Duells auf Augenhöhe, bevor die Kirchheimer den Gast aus Jena mit zwei Distanzwürfen zum 102:96 in die Ecke des Verlierers drängen konnten. Zwar versuchte Jenas Geburtstagskind Lars Wendt, der gebürtige Kieler wurde 21, mit seinem Dreier zum 102:99 (38.) noch einmal zu kontern, das Pendel des Sieges schlug jedoch nun endgültig in Richtung Baden-Württemberg aus.

„Wir waren am Ende nicht fokussiert genug, die Kirchheimer Schützen standen zu oft frei. Am Ende hat sich die Erfahrung der Gastgeber ausgezahlt. Wir müssen aus dieser Niederlage unsere Lehren ziehen, denn nur dann kann man diesem Spiel auch etwas positives abgewinnen“, sagte Harmsen. „Mit Ermen Reyes-Napoles, Lars Wendt und Garrett Sim hatten wir heute lediglich drei Akteure die sich in der Verteidigung große Mühe gegeben haben. Um so eine Partie zu gewinnen brauchen wir primär in der Defense jedoch mehr Spieler“. Trotz beeindruckender Wurfquoten der Jenaer – 53,8% aus dem Feld und der Distanz  (14/26 3er!) – gelang es den Kirchheim Knights diese beeindruckenden Statistik noch zu überbieten. Die Gastgeber verzeichneten neben ihrer 59,1prozentigen Feldwurfquote, stolze 68,2 % aus der Distanz (15/22).

SCJ: Hudson 23 Punkte, Sim 22, Tinnon 11, Kuhn 8, Wendt 9, Reyes-Napoles 8, Schaffartzik 7, Rush 7, Mayr 4, Wolf 2

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