Vorne harmlos, hinten unkonzentriert

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Bei herrlichem Herbstwetter trafen unsere Mädels am Sonntag, 30.09.12,  auf den VfL Wolfsburg. Gegen die
Meisterschaftskandidatinnen gab es eine 0:3-Niederlage und erneut zwei frühe Gegentore
jeweils gleich nach Halbzeitanpfiff.
Zu Beginn sorgten die Trommler von „Matawah“ und Conny Kanik mit dem neuen
Vereinslied „Rette sich wer kann – Hier kommt der FF USV Jena!“ für Stimmung bei den
Zuschauern. Als Gast durften wir auch Thüringens Wirtschaftsminister Machnig begrüßen,
der die Ehrung der U-20-Vizeweltmeisterinnen Karoline Heinze (FF USV Jena) sowie Lina
Magull, Annabel Jäger, Carolin Simon und Luisa Wensing (alle VfL Wolfsburg) übernahm.
Gleich zu Beginn musste Jena, wie schon beim Auswärtsspiel in München, einen frühen
Rückstand verkraften. Bereits in der 4. Minute trifft Pohlers per Kopf zum 0:1 — Muhle
konnte nur noch hinterher schauen. Im Anschluss neutralisierten sich beide Mannschaften
weitestgehend. Wolfsburg kam noch zweimal mehr oder weniger gefährlich vors Jenaer
Tor, aber entweder wurde der Ball leichtfertig vertändelt oder die souverän agierende
Schiewe konnte in höchster Not vor Pohlers klären. Der FF USV traute sich nur sehr zaghaft
in die Hälfte der Wolfsburgerinnen und brachte deren Tor nur durch Schüsse von Utes (28.)
und Arnold (32.) halbwegs in Gefahr.
Ein Déjà-vu in der 2. Halbzeit. Es dauerte keine drei Minuten bis wieder Ernüchterung
eingekehrt war. Jakabfi konnte vollkommen ungestört durchs Mittelfeld spazieren, in die
Mitte ziehen und trocken aus 17 Metern ins kurze Eck verwandeln. Auch Muhle war
überrascht und reagierte nicht. Wolfsburg spielte nun etwas zielstrebiger über die Außen
nach vorne. Erst verfehlte Jakabfi per Volleyabnahme (56.), danach vergab Pohlers
zweimal aussichtsreich. Schließlich erzielte sie doch noch ihren zweiten Treffer des Spiels
per sehenswerter Bogenlampe vom Strafraumeck (70.). In der Folge dominierte Wolfsburg
das Spiel ohne dabei konsequent zu sein und so blieb es beim 0:3 für die Wölfinnen.
Punkte gegen Essen müssen her
Nach vier Spielen ohne Sieg braucht Jena nun gegen Essen drei Zähler. „Jetzt haben wir
natürlich Druck und stehen hinten drin“, sagt Co-Trainerin Greulich. Denn die direkten
Konkurrenten haben am Wochenende allesamt gepunktet und den FF USV nach unten
durchgereicht. Die SGS Essen ist derweil schwierig einzuschätzen. Gegen Frankfurt gab es
einen Auftaktsieg, dann die Niederlage gegen Bad Neuenahr und nun ein 2:0 gegen
München. „Das zeigt, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann. Es ist unser zweites
Heimspiel in Folge und das müssen wir nutzen.“ Anstoß ist um 14 Uhr im Ernst-Abbe-
Sportfeld.
Hinweis: In der Halbzeitpause des Spiels gegen Essen versteigert die 1. Mannschaft ein
Trikot mit allen Unterschriften der Spielführerinnen der 1. Frauen-Bundesliga.
FF USV Jena: Muhle – Percival, Schiewe, Radtke, Brosius – Arnold, Utes – Hearn, Landeka,
Schmutzler (78. Heinze) – Nyembo (59. Seiler)
Wolfsburg: A. Vetterlein – Wensing, Henning, Goeßling, Bunte (74. Faißt) – Blässe, Keßler (60.
Hartmann), Odebrecht, Jakabfi – Müller (60. Popp), Pohlers
Tore: 0:1 Pohlers (4.), 0:2 Jakabfi (48.), 0:3 Pohlers (70.)