Wie aus dem Ei gepellt …

0
1358

Was verbinden Sie mit Ostern? Bunte Eier? Hasen? Das höchste Fest im katholischen Kirchenjahr? Wie auch immer: Ostern markiert für erstaunlich viele Menschen mehr als das, nämlich einen Neuanfang. Denn Ostern steht auch für Frühling, für das Erwachen der Natur, für Licht, für Schwung im Hormonhaushalt. Und für Pläne, das eigene Leben in eine andere Richtung zu lenken.

Dass dabei regelmäßig die avisierten Ziele verpasst werden, hat für Rolf Schmiel sozusagen handwerkliche Gründe. „Wer die Weichen für die Zukunft stellen will, muss alle Schienen berücksichtigen – und das wird von den meisten unterschätzt“ Der 38-Jährige ist zwar überzeugt davon, dass wir durch unsere bäuerlich arbeitenden Vorfahren für die frühlingshafte Sturm- und Drangzeit genetisch veranlagt sind; das Entscheidende fehle aber: Die Strategie. Der Psychologe und Motivationscoach, der von Essen aus seine Klienten auf den rechten Weg bringt, hat mit „ProControl“ eine solche Strategie entwickelt. „Diese Coaching-Technik hat sich in der Praxis bewährt und ist leicht umzusetzen“, sagt Schmiel. „sie besteht aus vier Phasen …

Phase 1: Definieren Sie ein klares Ziel, zum Beispiel bis zum September eine neue Arbeitsstelle finden, die Partnerschaft wieder ins Lot bringen oder nach Australien auswandern. Je exakter Sie das Ziel definieren, desto sicherer können Sie es erreichen.

Phase 2: Entwickeln Sie einen Plan mit mehreren Zwischenzielen. So setzt der Wechsel des Arbeitsplatzes das Studium von Stellenanzeigen voraus. Oder man inseriert selber. Wäre man aber auch bereit, den Wohnort zu wechseln? Wenn ja, unter welchen Bedingungen? Höheres Gehalt, bessere Freizeitmöglichkeiten? Schöneres Wetter? In den Plan schreiben Sie, bis zu welchem Datum solche Entscheidungen zu treffen sind.

Phase 3: Suchen Sie sich einen Verbündeten, der Ihr Verhalten objektiv kontrolliert und protokolliert. Vereinbaren Sie mit ihm (oder ihr!) fixe Termine für den Rapport, zum Beispiel jeden Sonntagabend. Der Verbündete darf und muss Sie ermahnen, wenn Ihr Engagement nachlässt oder Sie die Zwischenziele nicht erreichen.

Phase 4:
Jetzt kommt der wichtigste Punkt: Schließen Sie mit Ihrem Verbündeten einen schriftlichen Vertrag. In diesem sind das Ziel und die Zwischenziele exakt formuliert. Und wie jeder Vertrag muss auch dieser eine Klausel zum Vertragsbruch enthalten, zum Beispiel so: Wird das Ziel nicht erreicht, verpflichtet sich xxxxx xxxxxx, dem Tierschutzverein xxxxxxx 1000 Euro zu spenden. Oder … eine Woche lang bei der Schwiegermutter zu wohnen. Oder … vier Wochen lang die Kinder zur Schule zu bringen. Je härter die Strafe ausfällt, desto besser – denn mit dem nötigen Druck zeigen die meisten Menschen ungeahnte Einsatzbereitschaft.“

Über Rolf Schmiel:

Rolf Schmiel ist Diplom-Psychologe und Motivationstrainer. Er zählt zu den führenden deutschen Experten der Erfolgspsychologie. Seit über zehn Jahren begeistert er mit seinen wissenschaftlich fundierten und praxisnahen Erlebnisvorträgen die Kunden und Mitarbeiter renommierter Unternehmen wie z. B. Audi, BMW, Deutsche Bank, Lufthansa, Nokia, Siemens, Telekom und Vodafone. Sein Psychologie-Studium finanzierte Rolf Schmiel komplett aus eigener Kraft – ob als Verkäufer, Moderator oder Straßenkünstler. So entdeckte er als Student nicht nur aus Büchern und Vorlesungen Faszinierendes über die Psyche der Menschen, sondern auch durch seine vielfältigen Erfahrungen, die er in den unterschiedlichsten Jobs sammeln konnte.

1999 gründet Rolf Schmiel sein wirtschaftspsychologisches Coaching-Institut. Er berät Firmen wie Henkel und die Würth-Gruppe. Durch seine engen Kontakte zu den Arbeitgeberverbänden fragen immer mehr Führungskräfte und Unternehmer nach seinen exklusiven Coachings. Darüber hinaus ist er als Buchautor und Gastredner tätig. Rolf Schmiel lebt mit seiner Familie im Ruhrgebiet.

Publiziert: 24. April 2011, 10.00 Uhr