Der FDP-Kreisverband Gotha hat mit einer Krisensitzung am Donnerstagabend auf den Bruch der Ampelkoalition in Berlin reagiert. Darüber berichtet der Kreisvorsitzende Christian Döbel in einer Pressemitteilung. Darin heißt es:
„Wir haben den Eindruck, dass der Bruch seitens des Bundeskanzlers von langer Hand geplant wurde“, fasst der stellvertretende Kreisvorsitzende André Gebser den ersten Eindruck der meisten FDP-Mitglieder im Landkreis zusammen. Einig ist sich der Kreisvorstand dabei, dass das Aus der Ampel längst überfällig war. Trotzdem ist die Art und Weise einfach deprimierend und löst kein einziges Problem im Land, vor allem die Wirtschaftskrise, die jeden Monat schlimmer wird. Thüringen ist laut Prognosen hier über Gebühr betroffen. Trotzdem ist klar, dass für insbesondere die Mandatsträger im Kreis Gotha weiterhin die konstruktive und ehrliche Zusammenarbeit mit allen anderen Parteien an erster Stelle steht.
Der Ortsvorsitzende von Waltershausen, Jörg Thier, ist persönlich enttäuscht vom Generalsekretär Bijan Djir-Sarai, der noch zum Landesparteitag vor zwei Wochen in Ilmenau zur Ampel gestanden hat. Dabei wurde offensichtlich hinter den Kulissen längst der Wahlkampf vorbereitet. „Es wäre ehrlicher gewesen, den Bürgerinnen und Bürgern reinen Wein einzuschenken“, so Thier.
Die Ortsvorsitzende von Gotha, Steffi Ziegenbalg, betont dabei, dass „wir die guten Kontakte auf kommunaler Ebene weiter pflegen werden. Wir haben im Stadtrat in Gotha seit vielen Jahre eine sehr erfolgreiche Fraktion. Vielleicht sollten sich die Bundespolitiker mal eine Scheibe abschneiden“, drückt sie klar ihre Enttäuschung über dieses Schmierentheater aus.
Der Kreisvorsitzende Christian Döbel ist persönlich enttäuscht nicht nur von Christian Lindner, mit dem er vor zehn Jahren persönlich regelmäßig im Kontakt stand. „Jeder Bürger muss auf Arbeit und im privaten Leben Kompromisse eingehen, um Ziele zu erreichen. Doch bei unserer Bundesregierung habe ich eher den Eindruck, dass kaum jemand ernsthaft das Land voranbringen möchte.“ Dass der Gothaer Kreisverband der FDP weiterhin für die im Kommunalwahlkampf versprochenen Ziele kämpfen wird, steht für die Mitglieder außer Frage






















