500 Jahre: Große Jubilämsfeier in Leina

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KI generiertes Bild des damaligen und noch heute existierenden Spritzenhauses mit der Handruckspritze von 1864. (Quelle: Thomas Heine)

In Leina wird gefeiert. Vom 11. bis 13. September stehen 500 Jahre Feuerlöschwesen im Mittelpunkt. Eine historische Zeitreise bei bester Unterhaltung.

1526 hatte es wohl angefangen, damals noch mit einfachen Lösch­eimern. Ab 1705 kamen handgetragene Feuerspritzen zum Einsatz. Und die Zeit blieb nicht stehen. Die Technik entwickelte sich weiter. Aktuelle Errungenschaften? Die können beim Festwochenende in Leina bestaunt werden.

„Wir haben schon vor 20 Jahren 480 Jahre Feuerlöschwesen gefeiert“, erklärte Thomas Heine, Feuer­wehrmann und Mitglied im Festkomitee. Dieses Fest diente als Grundlage für das kommende.
Vor Ort wird den Besuchern nicht langweilig. Der Samstag startet mit Vorführungen und einer Technik­schau. Wem das zu langweilig erscheint, aufgepasst: Unter Aufsicht dürfen technische Rettungsgeräte getestet werden. Eine tolle Idee, findet Thomas Heine: „Interessierte dürfen selbst einen Spreizer und eine Säbelsäge verwenden. Natürlich nur unter Aufsicht“, so der Fachmann. So können Besucher aus erster Hand erfahren, womit die Feuerwehr im Notfall hantieren muss.

Auch rund um die Vorführungen vergangener und aktueller Technik sowie die Selbsttests wird ein vielseitiges Programm geboten.
Auf großen Andrang hoffen die Organisatoren am Sonntag beim stehenden Umzug. Hier werden historische und aktuelle Geräte zu sehen sein. „Sehr viel Gerät aus der Anfangszeit haben wir nicht. Immerhin waren es nur Löscheimer. Dafür ist die Dokumentation umso umfangreicher“, so Thomas Heine scherzhaft. Inventurlisten, Hand­lungsanweisungen und Aufzeich­nungen zu Brandkollekten geben ein detailliertes Bild über 500 Jahre Löschwesen in Leina.

Ganz nebenbei kann die Freiwillige Feuerwehr für sich werben. Das sei auch notwendig: „In unserer Jugendfeuerwehr haben wir zwölf Mitglieder. Und hier ist von sechs bis 17 Jahren alles vertreten“, erklärte Feuerwehrmann Heine. So kann am Festwochenende ein Blick hinter die Kulissen der Feuerwehr geworfen werden. Egal, ob von Groß oder Klein. „Wir sind dabei, eine neue Jugendgruppe aufzubauen“, ergänzte Heine. Die Kleinsten sollen nicht nur die feuerwehrtechnische Ausbildung absolvieren. Es geht um die Ausweitung der Feuerwehr als umfangreiches Freizeitangebot – mit Wettkämpfen und Kinobesuchen.

Damit wird nicht nur eine Grundlage für die Rettung von Menschenleben geschaffen. Die Freiwillige Feuerwehr in Leina steht für ihre Werte ein: „Es geht um Kameradschaft, Hilfs­bereitschaft und Gemeinwohl“, bekräftigte Heine.

Auf Besucher und Organisatoren wartet also ein ereignisreiches Wochenende. Und wer weiß? Eventuell sieht der eine oder andere Gast danach eine Feuerwache öfter von innen.

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