Zehnjähriges Jubiläum für Bach-Rad-Erlebnisrouten-Idee

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Die Bach-Rad-Erlebnisroute, die nicht nur zahlreiche Bach-Orte der Region, sondern auch die Anrainerorte des Truppenübungsplatzes Ohrdruf miteinander verbindet, hat sich in den zurückliegenden Jahren zu einer über die Region hinaus bekannten und vielbefahrenen Radroute entwickelt. Vor 10 Jahren hatte der damalige Bürgermeister von Crawinkel, Stefan Schambach, die Idee für diese Radroute.

Schambach erinnert sich: „Die Gemeinden Crawinkel und Gossel hatten im Jahr 2006 den ländlichen Weg, der beide Gemeinden verbindet, mit Fördermitteln aus dem Programm ländlicher Wegebau ausgebaut. Da ich selbst gerne Rad fahre, überlegte ich, welche Radwege man über diesen schön hergerichteten Weg erreichen kann. So kam mir die Idee der Route rund um den Truppenübungsplatz Ohrdruf. Dabei bemerkte ich, dass man damit zugleich die Bach-Orte der Region Ohrdruf-Wechmar-Günthersleben und Arnstadt miteinander verbinden konnte. Dieser Gedanke hat mich damals nicht wieder losgelassen “, so Schambach.

Der ersten Idee und dem Blick auf die Landkarte folgten Erkundungsfahrten mit dem Rad, um eine wirklich geeignete Streckenführung zu identifizieren. „Im Sommer 2007 habe ich schließlich das Konzept für die Bach-Rad-Erlebnisroute zu Papier gebracht und im Herbst 2007 an die Bürgermeister der Anrainerkommunen sowie an verschiedene touristische Akteure verschickt. Manche haben von sich aus geantwortet, einigen habe ich auch hinterhertelefonieren müssen. Am Ende war keiner gegen das Konzept“, beschreibt Schambach die zunächst etwas verhaltenen Reaktionen.

Im Dezember 2007 trafen sich Bürgermeister und Touristiker der Anrainerkommunen auf Schambachs Einladung hin im Crawinkler Gemeindezentrum „Alte Mühle“. Aus Sicht von Stefan Schambach war dieses Treffen die Geburtsstunde der Bach-Rad-Erlebnisroute, denn hier verpflichteten sich die Verantwortlichen der betroffenen Kommunen, bei der Umsetzung des Konzeptes mitzumachen.

Es folgten zahlreiche Gesprächs- und Verhandlungsrunden, insbesondere zu dem bis heute problematischsten Wegeabschnitt der gesamten Strecke, der Passage zwischen Ohrdruf und Schwabhausen. Hier passiert die Radroute ein Stück des inzwischen zum Standortübungsplatz Ohrdruf heruntergestuften Militärgeländes. „Mein Vorschlag war eine Streckenführung durch den Kollerstädter Grund. Diese kurze, topografisch und landschaftlich sehr reizvolle Passage war damals gegenüber der Bundeswehr leider nicht durchsetzbar“, bedauert Schambach bis heute.

Für die weitere Entwicklung der Bach-Rad-Erlebnisroute haben glücklicherweise der Tourismusverband Thüringer Wald-Gothaer Land e.V. gemeinsam mit dem Wirtschaftsamt des Kreises Gotha sowie dem Amt für Kreisentwicklung des Ilmkreises gesorgt. „Die so ermöglichte einheitliche Beschilderung der Strecke und der Herausgabe von Flyern in mehrfacher Auflage hat für die zwischenzeitlich erreichte Bekanntheit des Weges gesorgt“, zeigt sich Schambach dankbar.

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