Der 9. November: Ein Tag des Erinnerns, Mahnens, Gedenkens

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Foto: Thomas Ritter

Gotha (red/tri, 9. November). Als am 9. November 1938 in Nazi-Deutschland die Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung wüteten, wurde auch in Gotha die Synagoge Opfer der Feuersbrunst.

Seit Jahrzehnten wird seither immer am 9. November auf dem Jüdischen Friedhof an der Eisenacher Straße an dieses schreckliche Ereignis erinnert, so auch in diesem Jahr.

Zwar war wegen der Corona-Sicherheitsmaßnahmen alles anders. So konnte der traditionelle Lichterlauf vom Friedhof zum einstigen Standort der Synagoge an der Moßlerstraße nicht stattfinden. Doch verging der Tag des Erinnerns und Mahnens in Gotha nicht ohne Gedenken.

Foto: Stadtverwaltung Gotha

Am Vormittag ließen Landrat und Oberbürgermeister am Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof Blumengebinde ablegen.

In der Dämmerung dann legte eine kleine Abordnung des „Bündnisses gegen Rechts/Gotha ist bunt“ ein Bukett dazu und stellte zwei Kerzen auf. Bis weit in die Dunkelheit leuchteten sie als Zeichen der Hoffnung gegen die seit Jahren stärker werdenden Auswirkungen von Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.

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