Einfach Schulz: Zur DNA unseres Hauses

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An dieser Stelle eine Vorankündigung: Im Februar-Oscar erscheinen zwei Beiträge über Gothaer Hoteliers, die in Gotha bereits jetzt Geschichte geschrieben haben: Hannelore Neher als Besitzerin des Hotels am Tierpark ist die eine „Zielperson“ unserer Redaktion, die Eigentümer-Familie Döbbeler aus dem Hotel am Schlosspark stellt ein weiteres Recherche-Ziel dar. Termine, die viel Spaß machen – mehr Spaß als das, was wir in den nächsten Wochen anderswo unternehmen werden.

Und mit „wir“ ist eben auch unser Unternehmen gemeint, welches im nächsten Jahr immerhin sein 25. Oscar-Jahr begehen wird. Und ja, das nahende Jubiläum war Anlass für uns, jüngst Rückschau zu halten – und darüber nachzudenken, was wir anders machen müssen. Denn das uns in diesen Zeiten starker wirtschaftlicher Gegenwind zu schaffen macht, das ist kein Geheimnis. Und das wir durchaus in der Lage sind, tüchtig zu arbeiten, ist eine Grundlage unserer medialen Existenz.

Das soll ein weiteres Vierteljahrhundert so bleiben. Genau dies ist Ziel unserer Arbeit. Wir sehen das so: Presse- und Meinungsfreiheit entfalten sich nur dort, wo es auch Meinungsvielfalt gibt. Im Kleinen wie im Großen. Grundwerte als Eckpfeiler der Demokratie, die immer wieder neu verteidigt werden müssen. Dafür standen und stehen alle Oscar-Mitarbeiter, so unterschiedlich sie sich auch politisch positionieren mögen.

Apropos „positionieren“: Genau das haben wir als Medienunternehmen in den vergangenen Jahren nie groß öffentlichkeitswirksam getan. Aber genau das wird sich ändern: Wir streiten nicht nur für unsere Ziele, wir kämpfen auch öffentlich dafür. Wenn wir der Meinung sind, dass Institutionen unsere Arbeit in einer Weise beeinflussen, die nicht erlaubt ist, dann lassen wir das klären. Und wir werden mehr darüber berichten, wie es uns – und anderen Medienmachern, groß wie klein – geht. In einer Medienkolumne, die Sie ab sofort regelmäßig lesen können. Der passende Titel: „Keine Zeit zu sterben – der (ost)deutsche Lokaljournalismus-Blog”. Soviel Zeit muss sein.

Natürlich muss die Arbeit unserer Redaktion finanziert sein – und natürlich sind wir ohne bisher funktionierendes Abo-Modell darauf angewiesen, dass unsere Reichweite in Aufmerksamkeit mündet. Denn es gibt – ungelogen – kein anderes Medium, keinen anderen Anbieter, der unsere Reichweite mit all unseren Online- und Oldschool-Angeboten aktuell übertreffen kann. Im Landkreis Gotha wohlgemerkt. Hier ist unser Zuhause, auch wenn unsere Redaktion mittlerweile die Landesberichterstattung aller Thüringer Lokal-TV-Sender verantwortet. Was wir gerne tun – und was gern gesehen wird. Denn wir tragen zur Vielfalt und Freiheit der Berichterstattung bei – das gehört zur DNA unseres Unternehmens. Und, klar doch, auch zu meinem Genom.

Und wenn es mal zu schwierig wird, zitieren wir den schottischen Literaten Thomas Carlyle: „Arbeiten und nicht verzweifeln!“ That’s it! Das ist es!

Maik Schulz

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 1 (2026)

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