Ekhof-Festival 2018: Für Konzert am Wochenende sind noch Karten erhältlich

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Kathrin Elisabeth Enzmann und Kerstin Doelle am Cembalo © privat
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Für das Konzert „Edle Einfalt – stille Größe“, das im Rahmen des Ekhof-Festival am kommenden Wochenende stattfindet, besteht noch die Chance restliche Eintrittskarten zu erwerben. Anlässlich des 250. Todestages von Johann Joachim Winckelman (1717 – 1768) findet am kommenden Sonntag, den 12. August um 15 Uhr das Konzert statt.

Lassen Sie sich in die Klangwelt geschaffen von Kerstin Doelle, Yossi Arnheim und Kathrin Elisabeth Enzmann entführen, die mit Ihren Instrumenten einen Raum für die wichtigsten Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts erschaffen. „Wenn ich singe, dann möchte ich die Herzen der Menschen berühren, mit einem Klang die Seele streicheln – und einen Moment des Glückes schenken… Immer wenn es mir gelingt diesen Raum herzustellen – in dem die Musik sich selbst erschafft- ich selber ganz beiseite trete , geschehen lasse und dies zu teilen vermag, bin ich voller Dankbarkeit.“, so Doelle.

Für das Konzert am Sonntag sind noch Karten im Vorverkauf und an der Konzertkasse erhältlich: Sie kosten 20 Euro (1. Parkett / 2. Rang) oder 15 Euro (2. Parkett / 1.Rang) und können an allen bekannten Vorverkaufsstellen Thüringens, den Thüringer Tourist-Informationen und Geschäftsstellen der TA, TLZ und OTZ oder bei der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha (Tel. 03621 / 8234-0) erworben werden.

Das Konzert und die Musiker

Winckelmann als Sohn eines Schusters in Stendal geboren, wirkte von 1748 bis 1754 als Bibliothekar auf Schloss Nöthnitz bei Dresden. Von hier aus startete er seine Karriere, die ihn schließlich als Bibliothekar und Aufseher der Altertümer des Vatikans nach Rom in päpstliche Dienste führte. Winckelmann wurde der Wegbereiter des Klassizismus – seine Schriften sind bis heute von unschätzbarem Wert.

In Dresden verband ihn eine enge Freundschaft mit dem Komponisten Johann Adolf Hasse und seiner Gattin, der weltberühmten Sängerin Faustina Bordoni. Das Ehepaar Hasse war Dreh- und Angelpunkt der europäischen Kunstszene: ob Bach, Händel, Albinoni, Tartini, Porpora, Händel oder Gluck – sie alle gingen im Hause Hasse ein und aus. Ob Fürsten, Philosophen, Maler, Dichter… sie alle waren mit Hasse bekannt. In diesem kreativen Umfeld wurde Musikgeschichte geschrieben – Winckelmann fühlte sich dort überaus wohl und inspiriert.

Gerade auch in der Musik Händels, Glucks, Porporas, Vivaldis ist jene „Stille Größe und edle Einfalt “ zu finden die Johann Joachim Winckelmann der Verspieltheit des Barock und Rokkoko entgegensetzte. Größe baucht Raum.

Schlichtheit vermag oft mehr zu berühren als grandiose Tonskalen voller Virtuosität.
Musik und Architektur gehen Hand in Hand – in dem Raum können Dome, Formen entstehen – sein sie stofflicher oder klanglicher Natur. Bach hat dies meisterlich in seinen Fugen umgesetzt und Porpora der Begründer de Belcanto lässt ebenso wie Händel seine Arien oft mit einem langen Ton beginnen – der Atem wird Klang , Klang der sich entwickelt und aus dem Klang, aus dem Augenblick heraus entsteht die neue Idee, das Gefühl das sich Raum schafft und sich mitteilt- verklingt der Ton – bleibt Musik zurück in der Stille…

Mehr Informationen zum Ekhof-Festival unter www.ekhof-festival.de. Anfang August kommt das Programm für das kommende Festival 2019 heraus, dessen Vorverkauf am 1. November 2018 startet.

Das Programm:

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) Allemande in a-moll, Cembalo HWV 478
Allemande in A-Dur, HWV 477

Christoph Willibald Gluck (1714 – 1787) „O del mio dolce ardor“, Arie des Paris, aus: Paride ed Elena sowie „Reigen seliger Geister“, aus: Orfeo ed Eurydice

Nicola Antonio Porpora (1686 – 1768) „Alto giove”, Arie des Ace, aus: Polifemo

Antonio Vivaldi (1678 – 1741) Sonata in g-moll für Flöte, aus „Il pastor fido“ und Basso continuo

Georg Friedrich Händel „Süße Stille“, aus: „Neun deutsche Arien“

Johann Pachelbel (1653 – 1706) Aria in a moll mit Variationen

Giovanni Battista Pergolesi (1710 – 1736) Se tu m’ami

Georg Friedrich Händel „Cara sposa“, Arie des Rinaldo, aus: Rinaldo

Johann Joachim Quantz (1697 – 1773) Sonate für Flöte und Basso Continuo in D- Dur

Johann Adolph Hasse (1699 – 1783) „Generoso rifuegliati, o core“, Arie des Poro, aus: Cleofide

The Londoner - Gotha

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