Freude in Gotha über UNESCO-Schutz der Kindergartenidee

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Foto: www.freepik.com

„Der Kindergarten ist der beste Export-Schlager Deutschlands“ so Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch nach der Mitteilung, dass nun endlich die Kindergartenidee nach Friedrich Fröbel durch die Deutsche UNESCO-Kommission in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Dies berichtet die Stadtverwaltung Gotha. „Es gibt nur ein Wort“, so fährt das engagierte Gothaer Stadtoberhaupt fort „das weltweit aus der deutschen Sprache nicht übersetzt wird, weil es für Qualität steht und das ist der Kindergarten. Kinder in Japan, China, den USA, aber auch in Äthiopien oder Tansania besuchen zur frühkindlichen Bildung einen Kindergarten. Dass die Deutschen daraus eine Kinderkombination oder immer noch Kindertagesstätten machen, ist ein Frevel. Seid stolz, dass die Welt stolz ist auf diesen deutschen Export-Schlager“ so Knut Kreuch.

Kreuch selbst hat zum ersten Gothaer Kindergarten seine Forschungen im Jahr 2020 veröffentlicht und dabei eine ausführliche Würdigung der Kindergartenidee, aber auch der ersten Kinderpädagogin Christiane Erdmann vorgenommen. Er konnte in seiner Arbeit nachweisen, dass in Gotha der fünfte Kindergarten Deutschlands, nach den Ideen Fröbels eröffnet worden ist. Nach Blankenburg (1840), Dresden (1842), Homburg vor der Höhe (1844) und Frankfurt am Main (1839/1845), war die Einweihung am 3. September 1845 in Gotha durch Fröbel selbst die fünfte Einrichtung, die seinen Methoden folgte und die bis heute besteht. Danach hielt er in einem Brief an Berthold Auerbach fest „… ich beginne im Jahr 1845, weil mit diesem eigentlich erst die Verallgemeinerung der Kindergärten als solche beginnt!“. Der Kindergarten seiner Schülerin Christiane Erdmann war für ihn das erste Vorbild für alle weiteren Kindergärten in Deutschland.

„Möge die Idee des Kindergartens, des friedlichen Lernens und Erziehens bald weltweiten Schutz genießen“ so Knut Kreuch abschließend.

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