
So schnell ist ein Jahr vorüber und die Würdigung des Ehrenamts steht an. In Georgenthal wurden verdiente Engagierte für ihre Leistungen ausgezeichnet.
Am Abend des 7. Novembers ging es heiß her in der Mehrzweckhalle Catterfeld. In dem großen Saal war in diesem Jahr auch der letzte Stehplatz besetzt. „Es freut mich, dass der Landkreis seinen Ehrenamtsempfang in diesem Jahr etwas nach hinten geschoben hat“, sagte Florian Hofmann, Bürgermeister der Landgemeinde Georgenthal, mit einem Lächeln.
Dann ging es zur Tagesordnung und dem „Ernst“ der Lage über. Bei der Ehrenamtsgala geht es nicht allein um einen schönen Abend bei gutem Essen – welches übrigens sehr empfehlenswert ist – und einem netten Plausch mit alten Bekannten. „Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gemeinde und deren Ortschaften. Engagierte Menschen sorgen für Gemeinschaft, pflegen die Kultur und Historie in der Region und ermöglichen ein funktionales Leben in der Gemeinde“, beschrieb Hofmann den Hintergrund für die Ausrichtung der Gala. Auch Landrat Onno Eckert, der aufgrund der verschobenen Ehrenamtsgala des Kreises dieses Mal sogar vor Ort war, schloss sich den Ausführungen seines Vorredners an. Ohne das Ehrenamt wäre die Region schon lange tot. Zudem werde die Wahrnehmung und Würdigung ehrenamtlicher Tätigkeiten oft hinten angestellt.
Auch in diesem Jahr durften sich vier „Veteranen“ des Ehrenamts auf eine Medaille und eine Urkunde freuen. Der 90-jährige Werner Erlebach (auf dem Foto mit Florian Hofmann) hat über Jahrzehnte das historische Bild der jetzigen Landgemeinde geprägt. Mit seinem Einsatz wurden archäologische Funde zutage getragen und unter seiner Leitung die Denkmal- pflege in der Region gefördert. Nicht weniger vielseitig war das Engagement von Heinz Hofmann. Der zweite Preisträger des Abends, Heinz Hofmann, hat seine Energie der Demokratie „geopfert“. Als erster gewählter Bürgermeister der Ortschaft Herrenhof bewegte er viel und half den Menschen durch eine turbulente Zeit. Auch sein Wirken in der Verwaltungsgemeinschaft Apfelstädt sowie seine 73 Jahre als Organist blieben dabei nicht unbeachtet.
Als richtige Alleskönnerin erwies sich Cornelia Huck. Sie ist Lehrerin mit Leidenschaft, Vereinsgründerin und sogar Schöffin am Amtsgericht. Jeder Verein könne sich auf ihre Hilfe verlassen, wie Florian Hofmann feststellte. „Ich selbst war heute völlig überrascht von meiner Auszeichnung. Im Vergleich zu den anderen Preisträgern bin ich ja noch jung“, sagte Cornelia Huck voller Freude. Die letzte Medaille des Abends ging an Klaus-Dieter Koch. Als Mitglied und Vorsitzender des Angelvereins „Aue“-Georgenthal/Catterfeld konnte er mit viel Geduld und Ausdauer überzeugen. Er habe nicht nur ein offenes Ohr – wie die Anwesenden in der Halle erfuhren –, sondern helfe tatkräftig bei Veranstaltungen in der Landgemeinde, zum Beispiel bei der Organisation und Austragung von Weihnachtsmärkten.
Belebt wurde der Abend durch Musik des Duos „Bodenlos“. Ein Höhepunkt war – neben dem üppigen Buffet, versteht sich – der Auftritt des Kinderballetts vom Faschingsclub Catterfeld/Altenbergen.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 11 (2025)





















