Gotha (red, 1. November). Für die Autobahnmeistereien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beginnt laut der Autobahn GmbH des Bundes der Winterdienst Jahr traditionell heute, gehen sie in den in den Schichtbetrieb über.
In den 18 Autobahnmeistereien der Niederlassung Ost mit 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stünden über 180 Fahrzeuge für den Winterdienst auf den Autobahnen, Anschlussstellen, Autobahndreiecken und Autobahnkreuzen sowie Parkplätzen und Raststätten zur Verfügung.
Neben Fahrzeugen und Personal komme es vor allem auf ausreichend Streugut an: Die Kapazitäten der Lagerhallen und Silos umfassten 40.000 Tonnen Salz und ganze 2,6 Millionen Liter Sole, um die mehr als 3.000 Autobahn-Kilometer in einen sicheren Zustand zu bringen.
„Die kalten Monate stellen für unseren Betriebsdienst eine Herausforderung dar. Die Autobahner sichern kritische Infrastruktur, rund um die Uhr und bei allen Wetterlagen. Dies ist unser Anspruch und für alle eine enorme Motivation“, sagt Danko Knothe, Leiter der Außenstelle Erfurt.
Der Einsatz erfolge bei entsprechenden Wetterlagen rund um die Uhr im Schichtbetrieb. Besondere Herausforderungen stellten dabei regelmäßig die höheren Lagen der Mittelgebirge dar. Die wichtigsten Informationsquellen über das Wettergeschehen seien die Daten des Deutschen Wetterdienstes, die angebundenen Straßenwetter-Informationssysteme sowie digitale Unterstützungssysteme in den Fahrbahnen. Nicht zu ersetzen wäre zudem die jahrelange Erfahrung der Kolleginnen und Kollegen der Autobahnmeistereien.
„Die letzten Winter haben gezeigt, dass unsere Abläufe stimmen. Diese Härtetests haben wir bestanden und treten in diesem Jahr mit einigen nagelneuen Fahrzeugen an“, so Jörg Wiese, der die Autobahnmeisterei Zella-Mehlis leitet. Als erfahrener Betriebsdienstler wisse er ganz genau, worauf es in der kalten Jahreszeit ankommt: „Egal, ob es nachts oder am Wochenende schneit. Durch unser Schichtsystem sind wir immer in der Lage richtig zu reagieren.“ In Thüringen seien knapp 200 Kolleginnen und Kollegen in vier Autobahnmeistereien im Einsatz, um mit 55 Fahrzeugen die Autobahnen in einen befahrbaren Zustand zu bringen. Die fast 1.000 Betriebskilometer, die sich durch die Strecke sowie Anschlussstellen und Rastanlagen ergeben, würden in 20 Räumschleifen befahren.
Bei starkem Schneefall würden mehrere Fahrzeuge als Räumstaffel in die jeweiligen Betreuungsbereiche fahren. Dabei werde zunächst der Schnee beräumt, ehe mit Taumittel die Glättebildung abgewehrt werde. Dabei komme es entscheidend auf die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer an.
„Die Taumittel entfalten ihre Wirkung am besten, wenn der nachfolgende Verkehr konstant darüber rollt. Unsere beste Unterstützung sind umsichtige Fahrerinnen und Fahrer, die ihre Geschwindigkeit anpassen und auf keinen Fall versuchen, unsere Räumfahrzeuge zu überholen“, erläutert Jörg Wiese. Winterdienst funktioniere am besten im Zusammenspiel aller Akteure auf der Autobahn. Zum einen sollte die Fahrweise an die äußeren Einflüsse angepasst werden, speziell bei Glätte und Blitzeis. Zum anderen verringere eine angepasste Bereifung die Unfallgefahr. Deshalb gelte nicht nur auf der Autobahn: keine Sommerreifen in der Winterzeit.





















