Gotha 2022 weltweit – Orte gesucht, wo Ex-Gothaer leben

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Natali Schmidt schuf ein Familienbild , wie es Anfang des 20.Jahrhunderts hätte entstehen können. Es verdeutlicht, wie eng Gotha mit den Ländern und Menschen dieser Erde, nicht nur durch Atlanten und Landkarten, verbunden war. Hätte der Gothaer Herzog seine Familie ins Schloss Friedenstein gebeten, dann wären all diese Blaublütigen zu Gast gewesen. Bild: Natali Schmidt

Gotha (red, 4. Februar). Gothas OB Knut Kreuch ist auf der Suche nach Ex-Gothaern in der weiten Welt. Das kann er nicht alleine und deshalb hat er sich an die Bevölkerung gewandt:

Er wisse, dass es einen Koch in Südafrika, einen Hotelbesitzer in Kroatien, einen Fotografen auf den Philippinen, eine Kartenmacherin im österreichischen Graz und einen Abteilungsleiter bei ZF Friedrichshafen in Atlanta/USA gibt, die alle eines vereint: Sie stammen alle aus Gotha.

„Die Vermarktung unserer Stadt lebt über unsere Bürgerinnen und Bürger nicht nur vor Ort, sondern gerade in der Ferne, wo es Menschen mit Fernweh hingezogen hat”, so Kreuch.

Sein Ziel sei, Wohnorte der Gothaerinnen und Gothaer in der Ferne zu Botschaften ihrer einstigen Heimatstadt zu machen: „Gothsche in der Welt, meldet Euch”, so sein Aufruf und er wünscht: „Schafft Gotha-Orte in aller Welt!”.

Wie das geschehen soll, erklärt der OB wie folgt: „Jeder der fernen Orte, an denen Gothsche leben, soll ab sofort ein ,Gotha-Poster 2022′ erhalten, was in deren neuen Heimat auf die schönsten Seiten Gothas verweist und für einen Besuch in der Heimat werben kann.“

Dafür stellt das Stadtoberhaupt folgende Fragen:

  • Wer aus Gotha hat schon an den meisten Orten der Welt gelebt?
  • Wer ging von Gotha aus den originellsten Weg in die neue Heimat?
  • Welche Kommune hat die meisten Gothaerinnen und Gothaer in der neuen Heimat um sich versammelt?
  • Wer ist am längsten weg von der Heimat und hat immer noch gute Beziehungen nach Gotha?
  • Wer hat z. B. einen Gotha-Club oder ein Gotha-Hotel in der Fremde eröffnet?

Kreuchs Impuls kam dabei aus der Gothaer Geschichte: „1911 war Gotha durch das Herzogshaus von Sachsen-Coburg und Gotha mit der halben Welt verwandt und Menschen mit einem Bezug zur Stadt Gotha lebten in mindestens 15 verschiedenen Nationen der Erde. Die Zarin von Russland, die Königin von Norwegen, die Königin von Rumänien, die Königin von Spanien sowie die Kronprinzessinnen von Schweden und Griechenland waren Cousinen des Herzogs. Cousins des Landesherrn waren der deutsche Kaiser und der Kronprinz von Großbritannien. Der englische König war der Onkel von Gothas Regenten. Tanten der Herzogin hingegen waren die Mutter des deutschen Kaisers und die Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, eine Enkeltochter des belgischen Königs und eine Schwester der österreichischen Kronprinzessin. Letztendlich war die Königin der Niederlande eine Cousine der Herzogin. Und natürlich ließen sich diese Bindungen durch alle deutschen Landstriche und Regionen vielfältig fortsetzen, was den Reigen der Verbindungen wesentlich erhöht.“

Was vor 111 Jahren an Internationalität gelang, das könne 2022 noch übertroffen werden, ist sich Kreuch sicher.

Weitere Informationen unter: presse@gotha.de und 03621 222 234.

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