Gotha. Ab Januar 2026 profitieren Haushalte und Unternehmen in Gotha von günstigeren Energiepreisen. Die Gothaer Stadtwerke Energie GmbH passt ihre Tarife an die aktuellen Markt- und Rahmenbedingungen an. Das teilte das Gothaer Energieunternehmen in einer Pressemitteilung mit. Darin heißt es:
„Unser Ziel bleibt es, die Energiepreise langfristig stabil und für alle unsere Kundinnen und Kunden so günstig wie möglich zu gestalten und damit als kommunaler Energieversorger vor Ort wettbewerbsfähig zu bleiben“, betont Sven Anders, Geschäftsführer der Gothaer Stadtwerke Energie (Foto).
Die Gothaer Stadtwerke Energie begründen die Senkung beim Strom mit ihrer vorausschauenden Beschaffungsstrategie. In den Sondertarifen und in der Grundversorgung sinkt der Arbeitspreis um 1 Cent pro Kilowattstunde brutto. Der Grund- preis bleibt in allen Tarifen gleich. In den aktuellen Sondertarifen kostet die Kilowattstunde künftig 31,90 Cent statt 32,90 Cent brutto. Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Stromverbrauch von etwa 3.500 Kilowattstunden pro Jahr spart dann 35 Euro. In den nächsten Tagen erhalten alle Stromkundinnen und -kunden Anschreiben der Stadtwerke dazu.
Beim Erdgas fällt ab 2026 die Gasspeicherumlage weg. Gleichzeitig steigen aber die Netzentgelte. „Die erhöhten Netzentgelte können wir für unsere Kundinnen und Kunden durch bessere Einkaufspreise abfangen, so dass wir den Wegfall der Gasspeicherumlage weitergeben können“, erklärte Sven Anders. Die Gasspeicherumlage lag bei 0,35 Cent pro Kilowattstunde brutto (0,289 Cent pro Kilowattstunde netto). Mit ihrem Wegfall ergibt sich für einen 4-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Erdgas (Tarif meinGOTHAgas M) eine Ersparnis von 68,78 Euro brutto im Jahr. Die Stadtwerke geben diese Ersparnis eins zu eins weiter.
Interessierte können sich über den Online-Rechner auf der Website der Stadtwerke www.gothaer-stadtwer- ke-energie.de ein individuelles Angebot erstellen lassen oder sich telefonisch oder persönlich dazu im Kundencenter beraten lassen.
Die Preise für Fernwärme für 2026 sind noch in der Planung. „Den Wegfall der Gasspeicherumlage geben wir natürlich an unsere Kunden weiter. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass wir den Arbeitspreis senken. Der Grundpreis wird sich aber voraussichtlich erhöhen“, sagt Sven Anders. Gegenwärtig passen die Gothaer Stadtwerke Energie die Verträge an neue rechtliche Vorgaben an.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 11 (2025)























