Kultur und Ehrenamt im Fokus: Themenabend in der Wunderkammer in Gotha

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Die Kulturmanagerin Tely Büchner (Foto: privat)
Fliesenstudio Arnold

Was als Idee begann, ist heute ein einzigartiges Beispiel für bürgerschaftliches Engagement in Thüringen. 2016 gründete sich die KulturQuartier Schauspielhaus eG – die erste Kulturgenossenschaft Thüringens. Das Ziel: einen seit vielen Jahren verwaisten Kulturort, das ehemalige Schauspielhaus, von der Stadt Erfurt zu erwerben und dauerhaft als offenen, kulturellen Ort zu betreiben. Das geht aus einer Meldung der Friedenstein Stiftung Gotha hervor.

Wie das gelingen konnte, wie viele engagierte Freiwillige es braucht und wie der Stand der Sanierung und Weiterentwicklung dieses besonderen Ortes ist, erfahren die Gäste der morgigen WunderBAR, am 4. Juni, von Tely Büchner, Mitinitiatorin der ersten Stunde.

Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr, Ende ist gegen 22 Uhr. Der Eintritt zum Gespräch mit Tely Büchner in der Wunderkammer Friedenstein ist frei, um eine Anmeldung unter der E-Mail wunderkammer@friedenstein-stiftung.de wird gebeten.

Tely Büchner ist Kulturmanagerin, Kuratorin und Mitgestalterin der freien Kulturszene in Thüringen. Seit 2009 arbeitet sie als freiberufliche Kuratorin und Kulturmanagerin und kooperierte unter anderem mit dem Verband Bildender Künstler Thüringen, dem Erfurter Kunstverein, der ACC Galerie Weimar, dem Tanztheater Erfurt und der Heinrich-Böll-Stiftung. Von 2012 bis 2025 war sie Geschäftsführerin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erfurter Stadtrat. Als Ausstellungskuratorin verantwortete sie zahlreiche Projekte, darunter die Ausstellung und Publikation Zwischen Ausstieg und Aktion – Die Erfurter Subkultur der 1960er, 1970er und 1980er Jahre (2013/14) in der Kunsthalle Erfurt.

Bereits 1990 gehörte sie zu den Mitbegründerinnen des Kunsthaus e. V. Erfurt. Als Mitglied der Künstlerinnengruppe EXTERRA XX realisierte sie zwischen 1988 und 1994 Performances im In- und Ausland. Darüber hinaus war sie 1989 Mitinitiatorin der Besetzung der Erfurter Staatssicherheitszentrale während der Friedlichen Revolution.

Ihre Arbeit verbindet kulturelles Engagement, künstlerische Praxis und die Entwicklung nachhaltiger Strukturen für Kunst und Kultur im öffentlichen Raum.

Die WunderBAR schaut über den musealen Tellerrand und möchte Menschen erreichen und für den Friedenstein begeistern, die ihren Weg bisher nicht dorthin gefunden haben. An jedem ersten Donnerstag im Monat lädt die Wunderkammer Friedenstein am Gothaer Hauptmarkt zu Performance, Gespräch, Konzert und lockerem Austausch. Sie wird zu einem Ort für künstlerisches, gesellschaftliches Handeln und schafft neue Aktions- und Erfahrungsmöglichkeiten. Gefördert wird das Format durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Projekts „Open Friedenstein!“.

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