Heiß begehrt – ein Job im Wald

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Trendberuf Forstwirt heiß umworben: 18 Jugendliche beginnen dieser Tage ihre Forstwirtausbildung bei ThüringenForst – knapp 100 hatten sich beworben. Foto: ThüringenForst

Erfurt/Gotha (hs/red, 7. September). Während einige Handwerksberufe über Nachwuchssorgen klagen, erfreut sich der Ausbildungsberuf „Forstwirt/in“ bei ThüringenForst großer Beliebtheit.

Dieser Tage beginnen 18 ausschließlich männliche Jugendliche den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Forstwirt/in“ in der Landesforstanstalt (2019: 15). Diese ist nicht nur größter Forstwirt/in-Ausbilder im Freistaat, sondern auch zugleich größter Arbeitgeber für Forstwirte.

Der Forstwirtberuf befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel: Neue technische Herausforderungen von der Akkusäge bis zu digitalen Erfassungsgeräten muss der moderne Forstwirt heute verstehen und bedienen können. Wobei eine berufliche Prägung bis heute nicht zu unterschätzen ist: Eine überdurchschnittliche körperliche Leistungsfähig-keit muss gegeben sein, schließlich wird im Wald ganzjährig und damit unter allen Witterungsbedingungen hart gearbeitet.

Das Berufsbild ist enorm vielfältig geworden
„Die Liebe zur Natur und ausgeprägtes Umweltbewusstsein sind allerdings keine ausreichenden Eingangsqualifikationen für den Forstwirt-Beruf“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, geistige Fähigkeiten – etwa zur komplexen Improvisation – und körperliche Fitness sind vorteilhaft, ebenso ein sehr hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein sowie Teamfähigkeit.

Nach wie vor ist die Waldarbeit eine gefährliche Arbeit, Einzelarbeit die Ausnahme: Die Kernkompetenz motormanuelle Holzfällung passiert ausschließlich als Teamarbeit. Dass es vorwiegend männliche Bewerber zu ThüringenForst zieht, mag dem jahrzehntelang gepflegten Berufsbild des „harten Männerjobs“ geschuldet sein. Der Anteil weiblicher Forstwirt-Auszubildender liegt bei ThüringenForst seit Jahren bei deutlich unter 5 %.

Beachtliche Karrieremöglichkeiten für Forstwirte/innen
Ein erfolgreicher Forstwirt-Abschluss eröffnet bei ThüringenForst eine Vielzahl beruflicher Karrieremöglichkeiten. So ist die Meisterprüfung mit ggf. anschließender Lehrtätigkeit am Forstlichen Bildungszentrum in Gehren (FBZ) möglich.

Aber auch Fortbildungen zum Forstmaschinenführer, zum Landschaftspfleger, zum Pferderücker oder gar zum Zapfenpflücker, der mit einer alpinen Kletterausrüstung Zapfen in schwindelnder Höhe aus den Baumkronen sammelt, sind möglich.

Organisationsportrait
Die am 1. Januar 2012 gegründete Landesforstanstalt ThüringenForst – Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) mit Sitz in Erfurt bewirtschaftet rund 200.000 Hektar Landeswald, nimmt hoheitliche Aufgaben im gesamten Waldgebiet des Freistaats wahr (550.000 Hektar) und bietet Dienstleistungen (Beförsterung) für den Privat- und Körperschaftswald an. Mit 24 Forstämtern und 281 Forstrevieren ist ThüringenForst-AöR flächendeckend in Thüringen aufgestellt. Mit knapp 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird ein Jahresbudget von circa 100 Millionen Euro bewegt. Das Cluster Forst & Holz im Freistaat Thüringen sichert über 40.000 Arbeitsplätze, vorwiegend im strukturschwachen ländlichen Raum, und generiert einen Branchenumsatz von über zwei Milliarden Euro – die damit viertgrößte Wirtschaftsbranche Thüringens.

Weitere Informationen unter www.thueringenforst.de.

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