Kunst für Augen und Ohren: Im Ohrdrufer Schloss Ehrenstein gestalteten Schüler eine Vivaldi-Galerie

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Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Ohrdrufs Bürgermeister Stefan Schambach und Kunstlehrerin Margarete Pohl im angeregten Gespräch.

21 Kunstwerke hängen seit Anfang Mai im Sonderausstellungsraum auf Schloss Ehrenstein in Ohrdruf. Jedoch handelt es sich hier nicht um eine gewöhnliche Bildergalerie.

Geschaffen wurden diese Bilder von den Schülerinnen und Schülern des Kunstkurses von Lehrerin Margarete Pohl am Gymnasium Gleichense. Im Rahmen des Unterrichts entstanden jene Gemälde, die nun in der Nähe des Schlossmuseums zu finden sind. „Vielen Dank für diese Gelegenheit“, sagte Margarete Pohl zur Vernissage am 18. Mai.

Die Werke sind bereits seit einigen Monaten fertig. Insgesamt betrachten konnten Schüler, Lehrer und Familienangehörige sie erstmals im März dieses Jahres beim großen Jubiläumskonzert zum 35-jährigen Bestehen des Gymnasiums Gleichense.
Doch wie passen Bilder zu einem Konzert? Hintergrund war eine Herausforderung der Musiklehrerin des Gymnasiums, Christiane Herger. Ausgangspunkt aller 21 Werke sind die vier Sonette des auch literarisch begabten Komponisten Antonio Vivaldi zu dessen bekanntesten Werk „Die vier Jahreszeiten“. Jedes Bild bezieht sich auf ein Sonette zur jeweiligen Jahreszeit. Eine anspruchsvolle Aufgabe, der sich Kunstlehrerin Margarete Pohl und die Elftklässler stellten: „Vivaldi stellt in seinen Texten alles sehr bildhaft dar. Die Schüler mussten versuchen, diese Darstellungen und Klänge auf die Leinwand zu bringen“, so Pohl.

Aus Sicht des Museumsleiters Dr. Sebastian Faulstich und Ohrdrufs Bürgermeister Stefan Schambach sind die Werke sehr gelungen. Dennoch bleibt anzumerken, dass deren Bewertung letztendlich in den Zuständigkeitsbereich von Margarete Pohl fällt – denn die 21 Bilder werden ganz klassisch mit einer Schulnote versehen.

Auch Schulleiter Stephan Marschner sah sich die Ausstellung vor Ort auf Schloss Ehrenstein an. „Das war eine tolle Idee unserer Musiklehrerin! Ich sehe hier eine besondere Verbindung von Dichtung, Musik und bildender Kunst“, urteilte der Schulleiter.

Die Werke der 21 Schülerinnen und Schüler werden bis zum 31. August zu sehen sein. Im Rahmen des regulären Museumsrundgangs können sie besichtigt werden. Alle Besucher sind dazu eingeladen, das Zusammenspiel aus Bild und Ton selbst zu erleben. Dazu wird vor und im Ausstellungsraum ein QR-Code zur Verfügung gestellt. Damit können die Zeichnungen betrachtet werden, während über die eigenen Kopfhörer ganz klassisch
Vivaldis weltberühmte Musik erklingt.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 5 (2026)

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