Selbst Sonntags lässt sich das Klima retten

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Wahre Klimaretter retten auch Sonntags das Klima. Foto: BUND Gotha

Gotha (red, 29. Juni). Die bundesweite CO2-Sparaktion „Die Klimawette“ machte Sonntag um 13 Uhr in Gotha vor dem Neuen Rathaus Station und wurde herzlich vom BUND Gotha und vom Oberbürgermeister Kreuch in Empfang genommen.

Der Initiator Dr. Michael Bilharz vom „Verein 3 fürs Klima“ radelt für die Klimawette aktuell mit einem Lastenrad über 6.000 km in 100 Tagen quer durch Deutschland. Beladen ist er mit einer schwarzen Tonne, die symbolisch für eine Tonne CO2 steht – ganz nach dem Motto „Kickt die Tonne“.

Die Klimawette 
Die Klimawette will anschaulich machen, dass jeder und jede einen Beitrag für den Klimaschutz leisten und die nächste Tonne CO2 einsparen kann. Sie soll ein Ansporn für die Städte sein, mehr für den Klimaschutz zu tun.
Ziel ist es dabei, bis zur nächsten Weltklimakonferenz in Glasgow Anfang November eine Million Menschen zu gewinnen, die zusammen eine Million Tonnen CO2 einsparen. „Das ist zu schaffen und wäre gleichzeitig ein beeindruckendes Zeichen für den Klimaschutz“, war sich der Initiator der Klimawette, Dr. Michael Bilharz vom Verein 3 fürs Klima, sicher.  Kristin Exel vom BUND Gotha ergänzte: „Einige Menschen sind bereits des Themas müde. Wir wollen sie abholen, damit in Sachen Klimaschutz etwas erreicht werden kann. Denn jeder Einzelne steht in der Verantwortung.“

Wie kann man mitmachen?
Mitmachen geht ganz einfach und die beiden Wege dazu werden auf der Website www.dieklimawette.de erklärt:
Zum einen kann man selbst CO2 einsparen und dies für die Klimawette erfassen.  Aus einer Liste von 20 Vorschlägen kann man hierzu seinen eigenen Vorsatz für den Klima-Sommer heraussuchen: vom LED-Lampentausch über den fleischfreien Monat und den Kauf regionaler sowie saisonaler Bioprodukte oder den autofreien Arbeitsweg bis hin zum solaren „Balkonkraftwerk“.
Zum anderen kann man konkrete Klimaschutzprojekte von gemeinnützigen Kompensationsdienstleistern durch eine Spende unterstützen und damit tonnenweise CO2 vermeiden. Zur Auswahl stehen Solar- und Effizienzprojekte ebenso wie Aufforstungs- und Pflanzenkohle-Projekte.
Aber auch die Kommunen haben ein volles Hausaufgabenheft, wie OB Kreuch betonte: „Wichtig ist, dass der Klimamanager nicht nur eine Worterfindung ist, sondern seinem Tun dann auch Projekte folgen.“

Sommertour „Kickt die Tonne!“
Um die Aktion bundesweit bekannt zu machen, hat sich das Team der Klimawette eine besondere Challenge ausgedacht:  In 100 Tagen radelt der Initiator mit dem Lastenrad über 6.000 km quer durch Deutschland.  Er macht in 200 Städten Station, um die Klimawette vor Ort vorzustellen und zum Mitmachen zu motivieren.

CO2-Städteliga: Wer wird Klimaschutz-Meister?
Die Klimawette fordert auch die Stadt Gotha auf, die Herausforderung anzunehmen, eine eigene Klimawette auszurufen. Die CO2-Städteliga der Klimawette ermöglicht den direkten Vergleich mit der Nachbarstadt oder anderen Städten, weil alle Teilnehmenden über ihre Postleitzahl automatisch den jeweiligen Städten „gutgeschrieben“ werden. „Klimaschutz geht leichter, wenn man ihn nicht als Belastung, sondern als sportliche Herausforderung begreift“, so Bilharz. „Beim Sport legen wir uns oft mächtig ins Zeug und haben Freude daran.  Warum soll das nicht auch bei der Sicherung unserer Lebensgrundlagen möglich sein?“
Das Motto der Sommerradtour „Kickt die Tonne!“ ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen (Foto). Oberbürgermeister Kreuch nahm die Wette an: „Den Wetteinsatz werde ich mir gut überlegen. Ich habe ja ein Faible für Baumalleen.

Ralf Pennewiß und Antje Staab vom BUND Gotha kommentierten dies: „Wir freuen uns, dass der Oberbürgermeister die Wette angenommen hat und sind auf die Taten gespannt. Wir stehen auf jeden Fall zur Verfügung und unterstützen gern den Oberbürgermeister, weitere Mitstreitende zu gewinnen.“

Der BUND Gotha und zwei Radler vom Radentscheid Erfurt begleiteten das Team mit dem Fahrrad noch bis nach Eisenach, um es dort an den Klimamanager und andere Akteure zu übergeben.

 

 

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