Trotz Lockdowns sinkt die Arbeitslosigkeit

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Deutlich mehr Anzeigen auf Kurzarbeit im November

Die Auswirkungen des zweiten Lockdowns im November sind auf dem Arbeitsmarkt noch nicht sichtbar. Unternehmen die davon betroffen sind, nutzen die Kurzarbeit weiterhin zur Sicherung der Beschäftigten in ihren Unternehmen. So stieg die Zahl der neuen Anzeigen für Kurzarbeit im November deutlich an. Dagegen sank die Arbeitslosigkeit im jahreszeitlich üblichen Rahmen. Von diesem Rückgang konnten alle Altersgruppen profitieren. Dennoch liegt die Zahl der Arbeitslosen 14 Prozent über dem Vorjahr. Gleichzeitig sank die Zahl der neugemeldeten Stellen und damit auch die Chancen eine neue Beschäftigung zu finden.

 

„Trotz des erneuten Teillockdowns, zeigt sich der Arbeitsmarkt erstaunlich robust. In den betroffenen Branchen wächst aber die Unsicherheit. Noch nutzen die Firmen die Kurzarbeit zur Beschäftigungssicherung. Das Advents- und Weihnachtsgeschäft wird im Hotel- und Gastronomiebereich aber auch in der Veranstaltungsbranche in diesem Jahr nahezu komplett wegbrechen. Auch im Einzelhandel gehen die Umsätze zurück. Wie lange die Unternehmen noch in der Lage sind, dies wirtschaftlich durchzustehen, bleibt fraglich. Hier sind schnelle finanzielle Hilfen nötig“ betonte Ina Benad, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gotha. „Die Kurzarbeit zeigt sich erneut als das Instrument zur Sicherung von Arbeitsplätzen. Die vom Bundestag beschlossene Verlängerung der Kurzarbeit auf 24 Monate ist ein richtiges und wichtiges Signal für die Unternehmen“, betonte Ina Benad.

 

Die Unternehmen nutzen weiterhin die Kurzarbeit, um den Erhalt der Arbeitsplätze zu sichern. Für 44 Prozent der sv-pflichtig Beschäftigten im Kreis Gotha und im Unstrut-Hainich-Kreis wurde seit März Kurzarbeit angezeigt. Im November stieg die Zahl der neu eingegangenen Anzeigen für Kurzarbeit deutlich. So zeigten 161 Unternehmen für 1.344 Beschäftigte Kurzarbeit neu an. Dagegen sank im Juni die Zahl der tatsächlich abgerechneten Kurzarbeit. So wurden im Juni im Landkreis Gotha für 7.769 Beschäftigte Kurzarbeit abgerechnet. Im Unstrut-Hainich-Kreis waren es 4.345 Beschäftigte. Die Kurzarbeiterquote sank im Juni erstmals seit März. Die Quote gibt an, für wie viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Kurzarbeit abgerechnet wurde. Im Landkreis Gotha lag die Quote im Juni bei 15,5 Prozent (Mai 19,0 %), im Unstrut-Hainich-Kreis bei 12,3 Prozent (Mai 18,5 %). Damit mussten im Juni weniger Beschäftigte kurzarbeiten als im April und Mai. Bedingt durch den erneuten Teillockdown wird die Zahl der Kurzarbeiter ab November wieder deutlich zunehmen. Dies spiegelt sich auch in der gestiegenen Anzahl an neuen Anzeigen im November wider“, stellte Ina Benad fest.

 

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