„Vom Zeigen – Und Beobachten”: Neue Ausstellung im Kunsthaus in Gotha

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Ausstellung im KunstForum Hannah Höch (Quelle: KulTourStadt Gotha)

Seit dem 14. März bis zum 3. Mai 2026 begegnen sich im Gothaer KunstForum „Hannah Höch” (Querstraße) unter dem Titel „Vom Zeigen – Und Beobachten“ zwei sehr unterschiedliche fotografische Bildwelten, verbunden durch die Frage, wie Bilder Wirklichkeit prägen und Geschichte erzählen.

Der Gothaer Sammler Karsten Wiecha (*1968) präsentiert eine Auswahl aus seiner über 3.300 Titel umfassenden Sammlung von Fotobüchern und Publikationen aus der DDR sowie ostdeutscher Fotografen und Fotografinnen nach 1990. Im Fokus stehen u. a. Beispiele der DDR-Werbefotografie. In Vitrinen ausgelegte Bücher und vergrößerte Reproduktionen einzelner Seiten machen die Bildsprache und den Zeitgeist jener Jahre anschaulich nachvollziehbar.
Dem gegenüber stehen Arbeiten von Jens Klein (*1970), der mit Fotografien aus dem Archiv der Staatssicherheit arbeitet. Seine Werkgruppen „Hundewege“, „Ballons“ und „Sunset“ versammeln Überwachungsaufnahmen, Dokumentationen von Propagandamitteln und Fotografien von Orten gescheiterter Grenzübertritte. Klein untersucht, wie Bilder als Speicher von Erinnerung funktionieren – und wie sie bis heute unsere Sicht auf die DDR beeinflussen.
„Vom Zeigen – Und Beobachten“ spannt damit einen eindrücklichen Bogen zwischen offizieller Selbstdarstellung und geheimer Kontrolle – und lädt dazu ein, die Macht der Bilder neu zu betrachten.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 2 (2026)

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