Gesundheitsamt stellt auf SMS-Benachrichtigung um

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Foto: Landratsamt Gotha

Landkreis (red/aw, 29. November). Angesichts der rasant steigenden Zahlen von Corona-Infizierten ändert das Gesundheitsamt den Modus der Kontaktnachverfolgung: Personen mit positivem Befund werden nun gebeten, Kontaktpersonen per Formular an das Gesundheitsamt zu melden und über ihre Quarantäne von zehn Tagen seit letztem Kontakt zu informieren (das Formular).

Für Landrat Onno Eckert ist dies notwendig, um die Erfassung von Falldaten und Meldezyklen sicherzustellen und den Modus der Information der Betroffenen nebst Quarantäne- und/oder Genesenenbescheinigung aufrechterhalten zu können: „Die Entwicklung der Fallzahlen erfordert ein Umschwenken. Auch wenn mit der neuen Vorgehensweise aufgrund der technischen Hürde der eine oder andere Kontakt nicht gemeldet werden kann, ist sie erforderlich, um überhaupt den Großteil der neuen Fälle und deren Kontaktpersonen mit Quarantänebescheiden zu versorgen.“

Konkret läuft das neue Meldeschema schrittweise ab:

  1. Positiv per PCR-Test Befundete werden dem Gesundheitsamt automatisiert vom Labor gemeldet. Sie erhalten von dort eine SMS auf die beim Testen hinterlegte Telefonnummer. Inhalt der Kurznachricht: Die Information zum Positivbefund nebst Hinweis auf die zu beachtende häusliche Quarantäne und ein Link zur Website des Landkreises, auf dem ein Formular zur Kontakterfassung hinterlegt ist.
  2. Positiv Befundete werden gebeten, die Kontaktliste nach bestem Wissen und Gewissen auszufüllen und sie ans Gesundheitsamt zurückzusenden. Außerdem sind sie aufgerufen, ihre Kontaktpersonen über deren Pflicht zur häuslichen Quarantäne zu informieren.
  3. Nach der Erfassen der Falldaten und Prüfung im Gesundheitsamt ergehen die Bestätigungsschreiben für die jeweiligen Quarantäne-Anordnungen inkl. Genesenen-Bescheid.

Vom Straffung des Verfahrens erwartet das Gesundheitsamt ein effizienteres Management der Fallzahlen. Zudem wird die telefonische Nachverfolgung nicht gänzlich eingestellt. „Aber wir sind gezwungen, uns in der Kontaktermittlung auf besondere Konstellationen zu fokussieren“, so Eckert.

Er dankte in dem Zusammenhang der Bundeswehr, die ihre personelle Unterstützung um zwei Wochen verlängert hat, sowie der Gemeinde Bad Tabarz und der kreiseigenen Nahverkehrsgesellschaft und allen Fachbehörden des Landratsamtes für die Bereitstellung von Personal fürs Gesundheitsamt.

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