Doppelt „heiße“ Woche für Gothas Feuerwehren

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In einem Keller in der Juri-Gagarin-Straße brannte ein Kinderwagen. Der Treppenaufgang war stark verqualmt und deshalb waren Menschenleben in Gefahr. Fotos: Brandschutzamt Gotha

Gotha (red/ar, 24. Juli). Brandoberamtsrat Andreas Ritter, der Leiter des Gothaer Brandschutzamtes, hat eine Bilanz der Einsätze der Gothaer Feuerwehren in den letzten fünf Tagen gezogen:

Mittwoch, 20. Juli, 1.09 Uhr
Gras und Büsche an einem Maschendrahtzaun in der Gothardstraße standen in Flammen. Ein Angriffstrupp mit Wärmebildkamera im Einsatz, der nach dem Ablöschen großflächig kühlte und befeuchtete. Im Einsatz bis 1.37 Uhr war die Berufsfeuerwehr mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF).

 

Mittwoch, 20. Juli, 3.07 Uhr
Eine kleine Hütte am Rande eines Parkplatzes am ehemaligen ZOB inmitten von Buschwerk brannte hellauf, Flammen griffen auf eine ca. 10 m hohe Tanne über. Der Angriffstrupp, ausgerüstet mit Pressluftatmer, löschte die Hütte, ein zweiter mit einem weiteren C-Rohr die Tanne. Dafür wurde zusätzlich eine Wasserversorgung über einen Hydranten aufgebaut. Die Drehleiter wurde nachgefordert, um den Baumwipfel ablöschen zu können.
Gelöscht wurde über Wasserwerfer vom Parkplatz aus.
Zum Einsatz kam die Berufsfeuerwehr mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) und die Drehleiter mit Rettungskorb (DLK). Der Einsatz wurde 4.29 Uhr beendet.

Donnerstag, 21. Juli, 1.58 Uhr:
In einem Kellerraum eines leerstehenden, dreigeschossigen Gebäude in der Kastanienallee brannte Hausmüll verbrannt.
Zum Einsatz kam die Berufsfeuerwehr mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF), die Drehleiter mit Rettungskorb (DLK) und der Kommandowagen (KdoW). Einsatzende war 3 Uhr.

Freitag, 22. Juli, 15.07 Uhr
Es wurde ein Unfall auf der A 4 zwischen Gotha und Wandersleben gemeldet, wonach sich ein Pkw überschlagen und es einen Verletzten gegeben haben sollte.
Vor Ort zeigte sich, dass ein Lkw die Leitplanke durchbrochen und Böschung hinabgefahren war. Es gab keine Verletzten. Sicherheitshalber wässerte der Angriffstrupp vorbeugend die Fläche unter dem Lkw.
Im Einsatz war die Berufsfeuerwehr – unterstützt von den Freiwilligen Feuerwehren aus Uelleben und Boilstädt – mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF), dem Kommandowagen (KdoW) sowie die Fachgruppe Sonderfahrzeuge mit dem Rüstwagen (RW). Einsatzende war 16.40 Uhr.

Samstag, 23. Juli, 11.47 Uhr:
Wegen Gefahr im Verzug – ein Mann hatte in einer Wohnung in der Innenstadt um Hilfe geschrieen – musste eine Wohnungstür geöffnet werden. Zusätzlich wurde über ein gekipptes Balkonfenster eingestiegen. Der Mann lag im Flur bei Bewusstsein. Er wurde aus der Wohnung getragen und an den Rettungsdienst übergeben.
Im Einsatz war die Berufsfeuerwehr mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) und die Drehleiter mit Rettungskorb (DLK). Einsatzende war 12.25 Uhr.

Samstag, 23. Juli, 17.53 Uhr:
In einem Keller in der Juri-Gagarin-Straße brannte ein Kinderwagen. Der Treppenaufgang war stark verqualmt und deshalb waren Menschenleben in Gefahr.
Der Angriffstrupp mit Pressluftatmern und einem weiteren C-Rohr löschte.
Parallel wurden alle Bewohner der zehn Wohnungen über die Drehleiter auf der Rückseite des Wohnblocks evakuiert.
Zum Einsatz kamen die Berufsfeuerwehr mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) und der Drehleiter mit Rettungskorb (DLK) sowie der Einsatzleitdienst mit dem Kommandowagen.
Die Freiwilligen Feuerwehren Boilstädt, Siebleben, Stadtmitte und Sundhausen waren jeweils mit einem Löschgruppenfahrzeug (LF) im Einsatz.
Siebleben hatte zusätzlich seinen Einsatzleitwagen (ELW) dabei und Uelleben war mit dem Tanklöschfahrzeug (TLF) vor Ort
Der Einsatz endete 20 Uhr.

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