Finalteilnehmer für Jura-Wettbewerb stehen fest

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In einem Gerichtssaal im Justizzentrum Jena lösen junge Juristen am 25.02.2016 bei einem "Moot Court"einen fiktiven Fall. Sie schlüpfen dabei in die Rollen von Klägern und Beklagten und müssen ihre Rechtsstandpunkte wie vor einem realen Gericht vertreten. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena greift damit die aus den USA stammende Wettbewerbsidee auf. Die Veranstaltung richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse, die sich für das Fach "Recht und Wirtschaft" entschieden haben und ihr juristisches Wissen testen wollen. Foto: Anne Günther/FSU

Jena (FSU/US) Sie nennen sich „Die Unbestechlichen“, „Sapiens et Iustus“ oder „Tauberts Täubchen“: die erfolgreichen Teams von Schülerinnen und Schülern, die sich für die Finalrunde des diesjährigen „Schüler Moot Courts“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena qualifiziert haben. Bei diesem Rechtswettbewerb werden am 28. Februar insgesamt sechs Mannschaften im Campusgebäude der Universität und im Oberlandesgericht in Jena gegeneinander antreten. Neben den drei genannten Teams vom Lyonel-Feininger-Gymnasium Mellingen und dem Christlichen Gymnasium in Jena haben sich auch Mannschaften der Jenaer Stoy-Schule und des Worbiser Gymnasiums Marie Curie sowie das Team „Bierstübchen und Partner“ des Christlichen Gymnasiums Jena qualifiziert.

Durchgesetzt haben sich die Finalteilnehmer unter insgesamt 14 Schülergruppen der 10. bis 12. Klassenstufe, die sich an der diesjährigen zweiten Auflage des „Moot Courts“ beteiligt haben. Verhandelt wird dabei ein fiktiver juristischer Fall zur Frage, wie viel Meinungsfreiheit im Internet zulässig ist. In der Vorrunde haben die Teams Schriftsätze mit Lösungsvorschlägen ausgearbeitet und eingereicht. Diese sind von einer Jury aus Coaches, Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitern der Rechtswissenschaftlichen Fakultät begutachtet und die besten ausgewählt worden.

„Wir haben uns gefreut, wie professionell und zugleich kreativ die eingereichten Arbeiten waren“, sagt Prof. Dr. Christian Alexander von der Jenaer Universität, der den „Schüler Moot Court“ fachlich betreut. Die wichtigsten Kriterien für die Auswahl der Final-Teams seien die genaue Erfassung der rechtlichen Probleme des Falles, eine schlüssige Argumentation und eine überzeugende rechtliche Würdigung, so der Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Medienrecht.

Während des Wettbewerbs am 28. Februar werden die ausgewählten Mannschaften nun als Kläger und Beklagte aufeinandertreffen und müssen das Gericht von ihrer Rechtsauffassung überzeugen. Bevor es aber in die Gerichtsverhandlung geht, werden die Teams von Studierenden der Rechtswissenschaften und wissenschaftlichen Mitarbeitern vorbereitet. Den Höhepunkt des Tages bildet dann die mündliche Verhandlung vor Richterinnen und Richtern des Thüringer Oberlandesgerichts, zu der auch die Teams, die es nicht bis in das Finale geschafft haben, eingeladen sind.

Die Veranstaltung wird unterstützt durch den Präsidenten des Thüringer Oberlandesgerichtes, Stefan Kaufmann, die Volksbank Jena, die Thalia Buchhandlung Jena sowie den Alumni-Verein der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni Jena.

Weitere Informationen sind zu finden unter: www.jurainjena.de/smc

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