Italienerin Guarischi gewinnt 1. Etappe der LottoThüringen Ladies Tour

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Zielsprint, Guarischi rechts

11köpfige Spitzengruppe setzt Achtungszeichen auch in der Gesamtwertung

Mit einem Start-Ziel-Etappensieg von Barbara Guarischi begann nach Angaben des Veranstalters die LottoThüringen Ladies Tour 2019. Die Italienerin setzte sich nach 98,5 km im Sprint bergauf zum Marktplatz Gera gegen die beiden Deutschen Kathrin Hammes (WNT Rotor) und Beate Zanner (Maxx-solar LINDIG) durch.

Guarischi übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung. Die 29jährige Fahrerin vom Team Virtu gehörte zu einer Spitzengruppe, die sich sofort nach dem Start zu „Rund um Gera“ absetzte hatte und schnell Vorsprung gewann. Den ersten Antritt hatten Beate Zanner und die Niederländerin Marieke van Witzleben (Jos Feron Lady Force) gewagt und 9 Begleiterinnen bekommen, darunter auch Hammes, Christa Riffel (Canyon/Sram Cycling) und die Erfurterin Friederike Stern aus dem deutschen Nationalteam. Bei unglaublichen 4:30 min lag der Vorsprung zum Hauptfeld am Kilometer 21,5, der ersten Bergwertung. Überraschend gewann Beate Zanner. Kathrin Hammes, die Bergkönigin des letzten Jahres, wurde Dritte, holte sich dann aber den ersten von drei Zwischensprints. Die 11 Ausreißerinnen, von denen jede aus einem anderen Team kam, arbeiteten gut und effektiv zusammen. Sie lagen nach Hälfte des Rennen mehr als 5 min vor dem Feld, dessen Tempo auch von den Favoriten-Teams nicht angekurbelt wurde, die nicht in der Spitze vertreten waren. Bei der ersten Ziel-Passage konnte Barbara Guarischi den Spurt auf Kopfsteinpflaster schon mal probieren und gewann den Zwischensprint, der für die Punktewertung zählt. Beste Bergfahrerin des ersten Tages wurde Beate Zanner, die bei der zweiten Kletterwertung Platz 2 hinter Hammes belegte und mit einem Punkt Vorsprung das Opel Schorr-Bergtrikot übernahm. Hammes sicherte sich mit dem Sieg im letzten Zwischensprint das WNT-Punkte-Trikot vor Guarischi. Diese beiden Fahrerinnen sprengten mit Antritten bergab im strömenden Regen die Spitze, wurden aber wieder eingeholt. Trotzdem hatten die ehemalige Bahnspezialisten aus Italien und der Kletterfloh aus Deutschland nach fast 100 km Schwerstarbeit in der Fluchtgruppe die schnellsten Beine und setzten sich gegen Zanner durch. Die aus Gera stammende Beate wurde vom Publikum besonders herzlich bejubelt, zumal das Hauptfeld mit einem Rückstand von 6:58 min ins Ziel kam, so daß sie jetzt große Chancen auf einen vorderen Platz auch in der Gesamtwertung hat. Die Dänin Pernille Mathiesen (Sunweb) übernimmt als 8. der Tageswertung das weiße Sparkassen-Trikot für die beste Nachwuchsfahrerin.

Karthrin Hammes ist sehr froh über ihre zweiten Plätze in der Etappe und in der Gesamtwertung: „Es war unser Ziel, in Fluchtgruppen vertreten zu sein. Ich bin hinterher gesprungen, als ich merkte, das wird eine große und starke Gruppe. Natürlich ist unser Vorsprung so groß geworden, weil die hinten nicht konsequent nachsetzten. Gleich der erste Versuch hat mich also in eine komfortable Situation für die ganze Rundfahrt gebracht.“

Auch Barbara Guarischi hatte die Ahnung, daß da wohl die entscheidende Post abging: „Ich habe gecheckt, daß nur wenige Teams nicht vertreten waren, und unsere Gruppe gut besetzt war. Es gab also eine gute Chance für uns. Berghoch bin ich eigentlich nicht sehr schnell, aber nach 100 km Führungsarbeit entscheidet nicht nur das Sprinttalent.“

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