Science City bändigt Braunschweiger Basketball Löwen mit 89:82

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Mit einem wichtigen 89:82-Erfolg gegen die Basketball Löwen Braunschweig konnten die Erstliga-Riesen von Science City Jena einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Das Team von Trainer Björn Harmsen schlug die Niedersachsen am Samstagabend vor 2602 Zuschauern in der Jenaer Sparkassen-Arena verdient, legte mit einem starken Auftaktviertel früh den wichtigen Grundstein zum Sieg. Die Saalestädter mussten bei ihrem ersten Auftritt auf heimischen Parkett 2017 auf die angeschlagenen und erkrankten Center Kenny Frease und Oliver Mackeldanz verzichten. Beide Teams zeichneten sich durch ein enorm ausgeglichenes Scoring aus. So punkteten in der Endabrechnung jeweils fünf Akteure zweistellig.

Nachdem Dyshawn Pierre die Gäste zunächst mit 2:0 in Front gebracht hatte, antwortete Science City fokussiert, drehte die Begegnung bis zur 3.Minute auf 9:2. Zwar versuchten sich die Braunschweiger in der Folge Rhythmus zu erspielen, fanden nach dem Anschluss von Carlos Medlock zum 12:9 (4.) im weiteren Verlauf des Auftaktviertels jedoch kaum noch statt. Innerhalb von zwei Minuten auf 19:9 enteilt, zog Braunschweigs Cheftrainer Frank Menz die taktische Notbremse, um den Run der Hausherren mit einer Auszeit zu stoppen. Doch die Ostthüringer ließen sich in ihrem Spielfluss nicht beirren, setzten sich bis auf 26:9 (8.) ab, um die ersten zehn Minuten nach einem Dreier von Ermen Reyes-Napoles mit 29:15 zu beenden. Erst im zweiten Abschnitt gelang es den Ockerstädtern, die offensivstarke Vorstellung des Harmsen-Teams zu kontern. Zu Beginn des zweiten Viertels vor allem von Sid Marlon-Theis getragen, beendete Dyshawn Pierre mit seinem Korbleger in der 13. Minute einen 10:0-Lauf der Löwen zum 29:25. Fortan duellierten sich die beiden Kontrahenten auf Augenhöhe. Bis zur 17.Minute meist im Gleichschritt punktend, war es dem sein bestes Spiel im Jenaer Trikot abliefernden Stephan Haukohl vorbehalten, den Jenaer Vorsprung mit einem Dreier zum 40:31 wieder etwas komfortabler zu gestalten. Nachdem sich beide Mannschaften mit einer Jenaer 44:34-Führung in die Kabinen verabschiedet hatten, wuchs die Differenz unmittelbar nach Start des dritten Viertels wieder an. Initiator der ersten vier Thüringer Punkte der zweiten Hälfte war Julius Jenkins. Nach seinem Distanzwurf zum 47:34 bediente der Leistungsträger Marcos Knight, der per Alley Oop auf 49:34 erhöhte. Doch die Braunschweiger ließen nicht locker, bissen sich trotz etlicher zweistelliger Rückstände erneut in die Partie zurück. Vor der letzten Viertelpause war es Carlton Guyton vorbehalten, die Führung des Erstliga-Aufsteigers wieder auf 66:60 schrumpfen zu lassen.

Nach einer offensivlastigen ersten Minute des Schlussabschnitts und einer Jenaer 71:62-Führung kehrte in die Angriffsbemühungen der beiden längst mit hochgeklappten Visier spielenden Kontrahenten Ruhe ein. Straffe drei Zeigerumdrehungen dauerte es, bevor Braunschweigs Leitwolf Jamal Boykin an der Freiwurflinie die statistische Durststrecke im Crunch-Time-Viertel beendete. Einmal den Bann gebrochen, kehrte auch Science City Jena in die Spur zurück, um Boykins beide Treffer durch einen Floater von Marcos Knight zum 73:64 zu kontern. Während der US-Amerikaner 13 seiner 19 Zähler im letzten Abschnitt erzielte, die Niedersachsen mit seinem konstanten Scoring zurück in Schlagdistanz bringen konnte, setzte ein Dreier von Stephan Haukohl zum 78:70 (36.) einen von drei enorm wichtiger Nadelstichen, die Science City den Weg zum Heimsieg ebneten. Nach einem durch Wayne Bernard auf Shaq Goodwin gespielten Alley Oop zum 80:73 sorgte Jenas Kapitän mit seinem Korb zum 82:73 mit 122 Sekunden Restspielzeit dann persönlich für den nächsten Schritt in Richtung erfolgreicher Heimspielauftakt. Der dritte Nadelstich war für Julius Jenkins reserviert, der 19,3 Sekunden vor der Schlusssirene mit seinen beiden Freiwürfen zum 89:80 endgültig die Fronten klärte.

Frank Menz (Trainer Basketball Löwen Braunschweig): „Glückwunsch an Björn und seine Mannschaft zum Sieg. Ich denk, dass die Zuschauer ein gutes Spiel gesehen haben. Mit starken Quoten und abgesehen vom ersten Viertel einer guten Leistung hat meine Mannschaft viel richtig gemacht. Der Start hat uns gekillt. Wir sind heute nicht so rausgekommen wie in den letzten Spielen, habend diese taktischen Vorgaben nicht umsetzen können. Am Ende haben wir gute Wurfquoten, können uns dafür aber nichts kaufen. Wir sind natürlich enttäuscht, weil wir nach Jena gefahren sind um zu gewinnen“.

Björn Harmsen (Trainer Science City Jena): „Bezüglich der Statistiken war es ein von beiden Mannschaft sehr offensiv geprägtes Duell. Mit Blick auf das Scoring beider Teams war es ein sehr ausgeglichenes Spiel. Ich bin froh über den Sieg, da wir wussten, dass Braunschweig aufgrund der Ergebnisse in den letzten Wochen mit viel Selbstbewusstsein anreisen wird. Es war von vornherein klar, dass diese Begegnung nicht einfach wird, da wir unter der Woche auf zahlreiche verletzte und kranke Spieler verzichten mussten. Glückwunsch an die Jungs zum Sieg. Das war ein sehr wichtiger Erfolg, der auch die Zuschauer unterhalten haben sollte“.

SCJ: Knight 18 Punkte, Haukohl 17, Jenkins 15, McElroy 13, Bernard 10, Goodwin 9, Reyes-Napoles 3, Clay 2, Wolf 2, Schmidt
BSW: Boykin 19, Guyton 19, Theis 16, Pierre 11, Medlock 10, Klepeisz 6, Grosselle 1, Simon, Schwartz, Figge

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