Gothaer Tafelaltar erhält Kopien der fehlenden Standflügel

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Bis 10. Dezember zu bewundern – der nun vollständige "Gothaer Tafelaltar". Foto: Lutz Ebhardt

Gotha (red/mm, 25. Oktober). Seit 2013 ist der „Gothaer Tafelaltar“ eines der sehenswertesten Ausstellungsstücke in den Sammlungen der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, die im Herzoglichem Museum Gotha präsentiert werden. Aber der Altar ist seit seiner Rückkehr aus der Sowjetunion nicht mehr komplett, ihm fehlen die zwei äußeren Standflügel.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren diese Standflügel mit den Darstellungen „Stammbaum Christi – Von der Erschaffung Adams bis zur Erbauung des Tempels Salomons“ sowie „Stammbaum Christi – Von der Wurzel Jesse bis Jesu Geburt“ von Trophäenbrigaden in die Sowjetunion gebracht worden. Seither befinden sie sich im Puschkin-Museum in Moskau.

Damit der „Gothaer Tafelaltar“ nach 75 Jahren wieder in seiner gesamten Größe und Prachtentfaltung in Gotha gezeigt werden kann, hat die russische Regierung dem Puschkin-Museum in Moskau die Erlaubnis zur Anfertigung originalgetreu nachgebildeter Tafeln für Gotha erteilt. Das rein aus Spenden und Zuwendungen finanzierte Projekt wurde von drei Künstlern umgesetzt.

Der „Gothaer Tafelaltar“ sei eines der bildreichsten, kunstvollsten, größten und sprachgewaltigsten Bilderbücher der Reformationszeit, so die Stadtverwaltung.

Bis 10. Dezember kann nun der vollständige Altar zu den gewohnten Öffnungszeiten des Herzoglichen Museums selbst in Augenschein genommen werden.

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