Blue Volleys mit glücklichem Sieg

0
405
So sehen Sieger aus. Foto: Blue Volleys/wm

Gotha (red/wm, 5. April). Die Blue Volleys Gotha gewannen bei der TuS Kriftel trotz zahlreicher Ausfälle und nach sehr knappem Spielverlauf am Ende doch noch, wenn auch etwas glücklich, mit 3:1 (-21;26;23;24).

Nach dem Abpfiff wusste im Gothaer Lager wohl niemand so richtig, wie man dieses Spiel nach diesem Verlauf mit 3:1 gewinnen und damit drei Punkte nach Hause mitnehmen konnte. Ähnlich dürfte es bei den Hausherren zugegangen sein, die trotz einer guten Leistung am Ende ohne Zählbares blieben.

„Es war kein gutes Spiel von uns, aber am Ende zählen nur die Punkte. Ich weiß selbst nicht genau, warum wir gewonnen haben“, meinte Gothas Trainer Jonas Kronseder dazu und auch Teammanagerin Gabi Fischer wirkte angesichts des Endergebnisses erstaunt, als sie sagte, „Wir sind eigentlich immer einem Rückstand hinterhergelaufen. Dass es dann doch zu einem Sieg gereicht hat, ist wohl der Tatsache zu verdanken, dass sich unsere Mannschaft nie aufgab.“

Es war aber auch so, dass die Ausgangssituation für die Gothaer vor dem Spiel denkbar ungünstig war. Neben den verletzten Christoph Aßmann und Erik Niederlücke mussten die Blue Volleys mit Elias Landsmann auch noch auf einen dritten Außen/Annahmespieler verzichten. Eine reine Vorsichtsmaßnahme der Verantwortlichen im Verein, denn bei Landsmann gab es zuvor im beruflichen Umfeld einen positiven Coronafall. Da auch Mittelblocker Patrick Kummer weiterhin verletzt ausfällt, musste Gotha gleich den Ausfall von vier Stammspielern kompensieren.

Von daher stellte sich die Mannschaft nahezu von allein auf. Mit Anselm Rein im Zuspiel, „Clay“ Couchman und Felix Lesche in der Mitte, Yann Böhme diagonal, Max Stückrad als Libero und Robert Werner und Len Spankowski auf den beiden Außenpositionen begann man. Eine besondere Aufgabe kam dabei Spankowski zu. Der zu Saisonbeginn aus dem Regionalligateam des VC Gotha geholte 19-Jährige sollte im 2. Bundesliga-Team eigentlich als zweiter Libero eingesetzt werden. Nun musste der nur 1,80 Meter große und damit für einen Angreifer im Volleyball nicht gerade mit Gardemaß ausgestattete Spieler auf Außen/Annahme ran. Sowohl Teammanagerin als auch Trainer bescheinigten ihm, dass er diese Aufgabe gut gemeistert hat.

Wohl selbst verunsichert von dieser Ausgangssituation kamen die Blue Volleys sehr schlecht in die Partie. „Unsere Annahme war im 1. Satz eine einzige Katastrophe“, meinte Gabi Fischer anschließend. Auf der anderen Netzseite bewiesen die Kriftler einmal mehr, weshalb sie so schwer zu bespielen sind. Eine bärenstarke Feldabwehr sorgt dafür, dass sich die Gegner jeden einzelnen Punkt gegen sie mühsam erkämpfen müssen. Das gelang den Gästen im 1. Satz selten und nur eine Steigerung in der Schlussphase verhinderte da ein Debakel. Dennoch ging der 1. Satz mit 25:21 deutlich an die Hausherren.

In den folgenden Abschnitten wurden die Blue Volleys zwar besser, liefen aber weiter meist einem Rückstand hinterher. Es spricht jedoch für deren mentale Stärke, dass man in den entscheidenden Phasen die Nerven behielt und an die eigenen Stärken glaubte. Vielleicht mangelte es bei den Kriftlern genau daran. Denn alle drei Schlusssätze endeten mit 26:28, 23:25 und 24:26 denkbar knapp zu deren Ungunsten.

Zudem zeigte Kronseder im 2. Satz ein gutes Händchen, als er Hannes Maisch im Zuspiel für den etwas unglücklich agierenden Rein brachte. Maisch gelang es mit seinen Zuspielen der TuS neue Aufgaben zu stellen. Mit Erfolg, wie das Endergebnis zeigt.

Als MVP bei den Blue Volleys wurde Robert Werner geehrt, seine nunmehr fünfte MVP-Medaille.

Nun erhofft man sich beim VC Gotha, dass sich in dieser Woche einige der diesmal ausgefallenen Spieler zurückmelden. Denn mit dem TSV Grafing und den Baden Volleys SSC Karlsruhe kommen die beiden souveränen Spitzenreiter der Liga am kommenden Wochenende nach Gotha.

H&H Makler

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT