Blue Volleys ohne Chancen gegen starke Schwaiger  

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Archivoto: Niklas Kubitz Photography

Gotha (red/wm, 29. November). Die Blue Volleys Gotha mussten sich im Heimspiel der 2. Bundesliga dem SV Schwaig deutlich mit 1:3 (18;20;-31;16) geschlagen geben.

Dass es für die Gothaer kein leichtes Spiel gegen den Tabellenvierten aus Mittelfranken werden würde, war klar. Dass es aber am Ende eine über weite Strecken recht deutliche Angelegenheit für die Gäste wurde, kam dann doch überraschend.

Die Blue Volleys mussten auf den zuletzt starken Hauptangreifer Böhme verzichten, der eine leichte Bänderverletzung am Knie auskuriert. Für ihn begann Niederlücke auf der Diagonalposition. Außer ihm standen auf Außen/Annahme Kapitän Aßmann und Werner, Lesche und Couchman in der Mitte und Zuspieler Maisch in der Startformation. Auf dem Libero-Posten wechselte Trainer Kronseder erneut zwischen Stückrad in der Aufschlagannahme und Spankowski in der Angriffsverteidigung.

Den Auftakt der Begegnung verschliefen die Blue Volleys komplett und sahen sich schnell 0:4 zurück. Schon in dieser Anfangsphase deutete sich an, dass die Schwaiger einen guten Tag erwischt hatten. Souverän in der Annahme und variabel im Spielaufbau bauten die Gäste ihre Führung schrittweise weiter aus. Die Blue Volleys fanden anfangs kaum Mittel, sich im Angriff gegen die sehr gut formierte Feldverteidigung der Franken entscheidend durchzusetzen. Lediglich über die schnelle Mitte gelangen vereinzelt gute Aktionen. Mit 25:18 holten sich der SV diesen 1. Satz.

Auch im 2. Abschnitt änderte sich nicht allzu viel am Spielverlauf. Wieder gingen die Gäste schnell in Führung, brachten ihr Side-out-Spiel regelmäßig durch. Erst als Landsmann, inzwischen für Werner gekommen, mit guten Aufschlägen die Gäste-Annahme etwas mehr forderte, konnten die Gothaer aufholen.

Inzwischen hatte Kronseder weiter gewechselt, für Maisch im Zuspiel Rein gebracht und auf der Diagonale hatte Werner den Job für den bis dahin etwas unglücklich agierenden Niederlücke übernommen. Trotzdem blieb es dabei, dass die Schwaiger auch bei längeren Ballwechseln meist das bessere Ende für sich hatten. Beim Stand von 10:13 kam dann auch noch Kummer für Couchman im Mittelblock und führte sich gleich mit zwei erfolgreichen Blockaktionen ein.

Beim Stand von 13:13 hatten die Hausherren erstmals im Spiel den Ausgleich hergestellt. Leider hielt dieses kleine Zwischenhoch nur kurz an. Schwaig nutzte jede Schwäche der Gothaer konsequent aus und hatte zum Schluss wenig Mühe auch den 2. Satz mit 25:20 für sich zu entscheiden.

Der folgende 3. Satz ließ dann im Gothaer Lager neue Hoffnung aufkeimen. Die Blue Volleys waren von Beginn an besser im Spiel und wirkten nun wesentlich präsenter. Beim Stand von 7:6 gab es folgerichtig die erste eigene Führung. Mit guter Blockarbeit hatte man jetzt den Gästeangriff, um den starken Diagonalangreifer Dzierwa (11) besser im Griff und war auch bei den eigenen Angriffen durchschlagskräftiger. Hinzu kam, dass der eigene Aufschlag viel druckvoller wurde. Weil aber auch die Gäste kaum nachließen, entwickelte sich endlich das zuvor erwartete spannende und ausgeglichene Spiel. Höhepunkt dessen war dann die Crunchtime. Die Mittelfranken hatten beim 24:23 den ersten Matchball. Den wehrten die Gothaer ab und hatten nach einem Ass von Werner ihrerseits Satzball. In der Folge wechselten die Satz- beziehungsweise Matchbälle, ehe die Gastgeber am Ende nach einem Blockerfolg den 33:31-Satzgewinn bejubeln konnten.

Die Hoffnung, dem Spiel nun eine Wende geben zu können, hielt aus Gothaer Sicht leider nicht lange an. Im Zuspiel fehlte es Rein noch an der Feinabstimmung mit dem nicht etatmäßigen Diagonalangreifer Werner, so dass er häufig versuchte, das Spiel über die Außen zu machen. Darauf hatten sich Schwaigs Block und die gute Feldabwehr jedoch bestens eingestellt. Routiniert zogen die Gäste die Zügel nochmal an und brachten auch den Entscheidungssatz mit 25:16 am Ende sicher nach Hause.

Als MVP ihrer Teams wurden nach Spielende Gothas junger Libero Spankowski und beim SV Schwaig deren Diagonaler Dzierwa bestimmt.

Für die Blue Volleys blieb so nur die ernüchternde Erkenntnis, dass es wieder einmal gegen ein Spitzenteam nicht zum Sieg gereicht hat. Trainer Kronseder fasste das Spiel mit wenigen Worten zusammen, „Bei Schwaig lief heute fast alles, bei uns zu wenig. So geht der Sieg der Gäste völlig in Ordnung.“

Auf die Residenzstädter, die nach dieser Niederlage zwischenzeitlich auf den 7. Tabellenplatz zurückfielen, wartet schon am nächsten Wochenende ein weiterer ganz schwerer Gegner. Dann nämlich geht es zum Tabellenführer Baden Volleys SSC Karlsruhe. Viel Zeit zum Wunden lecken bleibt den Gothaer Volleyballern also nicht.

Blue Volleys Gotha mit: Aßmann, Werner, Landsmann, Kummer, Lesche, Couchman,
Niederlücke, Rein, Maisch, Kronseder, Stückrad und Spankowski

H&H Makler

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