Schadholzsanierung belastet Thüringens Forstwege

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Was viele nicht wissen: Waldwege werden nahezu ausschließlich in ökologischer Bauweise mit lokalem Naturmaterial und ohne chemische Baustoffe gebaut. Nachteil: Sie müssen gepflegt werden, vor allem nach intensiver forstwirtschaftlicher Nutzung etwa bei Borkenkäferkatastrophe. Foto: Dr. Horst Sproßmann

Erfurt (red/hs, 11. Oktober). Die Sanierung von Borkenkäfer-Schadholzflächen hatte für Thüringens Waldbesitzer in diesem Jahr höchste Priorität. Sie ist immer noch Schwerpunktaufgabe in den Fichtengebieten, denn je schneller das vom Borkenkäfer befallene Holz eingeschlagen und aus dem Wald transportiert wird, umso geringer ist die Gefahr einer weiteren Infektion gesunder Bäume.

Die Schadholzsanierung fordert allerdings bei den Forstwegen ihren Tribut. Schlaglöcher in den Fahrbahndecken, tiefe Fahrspuren auf und neben den Forstwegen sowie Schlammablagerungen schränken deren Nutzbarkeit für Waldbesucher zeitweise ein.

Zwar erfolgt nach jeder Einschlagsmaßnahme eine Säuberung der in Anspruch genommenen Forstwege, eine Instandsetzung ist aber jahreszeitlich bedingt erst wieder ab dem Frühjahr 2022 möglich.

Gleichzeitig sind die Waldbesitzenden in die neue Laubholz-Einschlagssaison 2021/22 gestartet, was weiteren Holztransport auf Forstwegen zur Folge hat. ThüringenForst bittet Waldbesucher deshalb um Verständnis und Geduld.

Schadholzsanierung verursacht erhebliche Folgekosten für den Waldbesitzer
„ThüringenForst wird in diesem Jahr rund sieben Millionen Euro für die Pflege und Instandsetzung seiner rund 5.000 Kilometer Forstwege investieren. Damit werden etwa 10 % der Holzerlöse der Landesforstanstalt allein in die Wegeinfrastruktur reinvestiert“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand.

Dabei setzt ThüringenForst auf eine ökologische Bauweise, die ausschließlich wassergebundene Naturdecken verwendet, die mit lokalen, unbehandelten Baumaterialien erstellt werden. So kann auf eine Asphaltierung und die damit verbundene Einbringung künstlicher bzw. chemischer Baustoffe und die ökologisch nachteilige Flächenversiegelung verzichtet werden. ThüringenForst leistet damit einen erheblichen Beitrag für die Walderholung, den Waldtourismus, die Sportförderung – aber auch den Naturschutz.

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