Was beweist: Dinos gehen immer (noch)

0
189
Mit "Jurassic Park" von Steven Spielberg startete 1993 eime weltweite Dinomanie, die nicht nur Kinder erfasste. Die sorgte u. a. auch, dafür, dass die Grabungen auf dem Bromacker nicht nur Wissenschaftler interessierten. Foto: Malpass93/Wkimedia

Gotha (red, 16. Januar). Räuberische Tambacarnifex aus Kanada, eine Schachtelhalmszenerie aus Italien, ein Diorama aus Brasilien und eine vorsichtige Annäherung aus Deutschland: Die Sieger des Paläoart-Wettbewerbs stehen fest. 34 Künstlerinnen und Künstler aus 17 Ländern ihaben hre Werke beim Paläoart-Wettbewerb „Der Bromacker lebt“ eingereicht, den die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha im Rahmen der Sonderausstellung „Saurier – Die Erfindung der Urzeit“ ausgeschrieben hatte.

Aufgabe war es, die 290 Millionen alte Lebenswelt des Bromackers bei Tambach-Dietharz im Thüringer Wald darzustellen, die durch außergewöhnliche Fossilien international bekannt ist.

„Das Team aus fünf Jurorinnen und Juroren war von der Vielzahl und vor allem Vielfalt der Einsendungen überwältigt“, sagt Dr. Tom Hübner, Kurator der Ausstellung, die eigentlich am 7. Februar 2021 ihre Türen öffnen soll. „Die Auswahl aus den eingereichten Modellen, Dioramen, Zeichnungen, Gemälden und digitalen Bildern fiel natürlich sehr schwer.“ Letztlich hat sich die Jury auf sechs Preisträger geeinigt, die in den Bewertungskategorien „Ersteindruck“, „Qualität der angewandten Technik“, „wissenschaftliche Genauigkeit“ und „Originalität“ punkten konnten und bei allen Jury-Mitgliedern obere Platzierungen erhielten.

Den mit 500 Euro dotierten ersten Platz in der Alterskategorie „Kinder ab 15 Jahren und Erwachsene“ belegt Natalie Graupner aus Loßburg mit ihrem digital erstellten Werk „Vorsichtig…“. „Die herausragende Atmosphäre und Stimmung dieses originellen Bildes haben die Jury überzeugt“, sagt Hübner. Platz zwei bis vier gehen an Henry Sharpe aus Toronto (Kanada), Emiliano Troco aus Cividale del Friuli (Italien) und Zeinner José Oliveira de Paula aus Contagem (Brasilien). Die Preisträger in der Kategorie „Kinder bis 14 Jahre“ sind Everett Mancke aus Joliet, Illinois /USA und Charlotte Richter aus Hörselberg-Hainich.

Die Werke der Preisträger werden in der Sonderausstellung „Saurier – Die Erfindung der Urzeit“ präsentiert, die bis zum 22. August 2021 im Herzoglichen Museum Gotha läuft und hoffentlich möglichst bald eröffnet werden kann. Die Stiftung bedauert es, nicht mehr Künstler auszeichnen zu können und möchte sich bei allen Teilnehmern des Wettbewerbs für ihre großartigen Einsendungen bedanken. „Jeder von ihnen hat uns gezeigt, wie vielfältig und originell Paläokunst sein kann“, sagt Hübner, „Bitte machen Sie weiter mit Ihrer besonderen Fähigkeit, die Urzeit wieder zum Leben zu erwecken!“

Die Preisträger und ihre Werke im Überblick:

Alterskategorie „Kinder ab 15 Jahren und Erwachsene“:

Platz 1 und 500 € gehen an: Natalie Graupner aus Loßburg, Deutschland, für ihr digital erstelltes Werk „Vorsichtig…“, auf der ein Eudibamus einem ruhenden Dimetrodon sehr nahekommt.
Die herausragende Atmosphäre und Stimmung dieses originellen Bildes haben die Jury überzeugt.


Platz 2 und 250 € gehen an: Henry Sharpe aus Toronto, Kanada, für sein digitales Werk „Bromacker Basin“, auf dem zwei räuberische Tambacarnifex zwei Eudibamus durch zusammengespülte Walchia-Stämme verfolgen, während Urinsekten über der Szenerie schweben.
Dieses Bild konnte vor allem durch die sehr überzeugende naturrealistische Darstellung punkten.


Platz 3 und 100 € gehen an: Emiliano Troco aus Cividale del Friuli, Italien, für sein Ölgemälde „Bromacker’s bogs“, wo ein Diadectes in der Monsunzeit seinen Weg zwischen Schachtelhalmen (Annularia) und Koniferen (Walchia) hindurch sucht. Dieses Gemälde besticht durch die besondere Atmosphäre und die herausragende Technik.


Platz 4 und 50 € gehen an: Zeinner José Oliveira de Paula aus Contagem, Brasilien, für seine beiden Dioramen „Downpour“ und „Petrichor“, die er zusammen „Mons et Tempestatis“ genannt hat. „Downpour“ beherbergt mehrere lebensgroße Wirbellose der Bromacker-Lebewelt und „Petrichor“ zahlreiche Arten von Bromacker-Wirbeltieren in Miniaturformat.
Diese beiden Arbeiten bestechen durch ihre außergewöhnliche und liebevolle Detailfülle, für die der Künstler eine besondere Anerkennung verdient hat.



Alterskategorie Kinder bis 14 Jahren:
Ein Sachpreis im Wert von 50 Euro gehen jeweils an:

Everett Mancke aus Joliet, Illinois, USA, für seine Stiftzeichnung „Tambach Formation“, auf der er mehrere Tiere, vor allem das Dimetrodon im Vordergrund, sehr gut und atmosphärisch in Szene gesetzt hat.


Charlotte Richter aus Hörselberg-Hainich, Deutschland, für ihr Modell „Eudibamus cursoris auf Nahrungssuche“. Ihre sehr schöne Arbeit überzeugte auch durch die schon sehr weit gediehene Anwendung von Modellbau-Techniken.

Fliesenstudio Arnold

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT