Weihnachtliche Backzutaten aus dem Wald

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Direkt aus dem Wald - Vanillin. Foto: Daniela Troeger

Erfurt/Gotha (red/PM/Horst Sproßmann, 16. November). Bald beginnt die Zeit der Weihnachtsbäckerei und damit der Verbrauch an Backzutaten wie Vanillin als Aromastoff.

Was viele nicht wissen: Vanillin, als industriell hergestellter Lebensmittelzusatz, wird größtenteils aus Holz gewonnen. Genauer aus Lignin, einem wichtigen Holzbestandteil, der als Nebenprodukt bei der Papiergewinnung anfällt. Chemikern gelang es vor über 100 Jahren, aus dem reichen Geschmacksprofil des Lignins das Aroma der Vanilleschote nachzubilden.

„Lignin fällt in großen Mengen bei der Zellstoffherstellung an. Zellstoff ist der Ausgangsstoff für die Papierproduktion“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Rund 160.000 Kubikmeter Nadel-Industrieholz aus der Waldpflege stellt die Landesforstanstalt jährlich der Papier- und Zellstoffindustrie zur Verfügung. Aus dem dabei anfallenden Lignin könnten 5.000 Tonnen Vanillin gewonnen werden. Dies entspricht rund 5 Mrd. Päckchen Vanillin-Zucker.

Die Herstellung von Vanillin aus der exotischen Vanilleschote ist hingegen ausgesprochen aufwendig, deshalb teuer und im industriellen Maßstab nicht darstellbar. Von dem negativen ökologischen Fussabdruck ganz zu schweigen.

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