SPD-Landtagsfraktion will Flächenrecycling vorantreiben

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Der Plenarsaal des Thüringer Landtags. Foto: Lukas Götz, Wikimedia, CC BY-SA 3.0

Flächenrecycling vorantreiben – SPD-Fraktion zum Verlust landwirtschaftlicher Nutzungsfläche

Erfurt/Gotha (red, 3. Juni). Mit der Auswertung der Großen Anfrage der regierungstragenden Fraktionen zum Verlust landwirtschaftlicher Nutzfläche durch konkurrierende Flächennutzung in Thüringen widmet sich der Landtag einem wichtigen umweltpolitischen Thema der Gegenwart.

Denny Möller (SPD). Foto: Thüringer Landtag

„In Thüringen wird trotz aller Bemühungen täglich eine Fläche so groß wie ein Fußballfeld versiegelt“, fasst der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Denny Möller die Großen Anfrage zusammen. Statt stetig vor allem landwirtschaftliche Fläche für Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsnutzung in Anspruch zu nehmen, müssen stattdessen Brachflächen reaktiviert werden. Viele dieser Flächen sind durch Altlasten nicht direkt nutzbar. Hierfür braucht es neben der Förderung der Untersuchung von sanierungsbedüftigen Flächen, auch die aktive Förderung der vollständigen Sanierungen muss vereinfacht werden.

„Viel Versiegelung kann bereits durch eine flächensparende Planung verhindert werden. Und wenn eine umgenutzte Fläche kompensiert werden muss, darf dies zukünftig nicht mehr zur Lasten der Landwirtschaft gehen“, führt Möller aus.

Zum ersten Mal liegen mit der Beantwortung der Großen Anfrage detaillierte Daten für ganz Thüringen vor. Für die kommenden Monate hat die Landesregierung angekündigt, mit der ersten Thüringer Kompensationsverordnung Klarheit über die Zukunft der umgenutzten Flächen im Freistaat zu schaffen.

Die SPD-Fraktion unterstützt den Vorstoß, den Flächenverbrauch in Thüringen unterm Strich gen Null zu reduzieren und zugleich keine Nutzung des wertvollen Bodens grundsätzlich auszuschließen“, ordnet Möller die Ergebnisse abschließend ein.

 

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