Verein vom Korn zum Brot e. V.: „Wer kennt noch seinen Bäcker?“

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Remstädt/Gernewitz (red, 20. August). Am 24. und 25. September dreht sich Denkmalhof Gernewitz bei Jena alles um „Sauerteig, Vollkorn & Co.“ (Seminarinhalte als PDF).

Dann ist auch der Remstädter Bäckermeister Georg Grofer wieder vor Ort: „In familiärer Umgebung wollen wir Grundlagen für eine gesunde Ernährung vermitteln. Wir backen ohne chemischen Zusätze, sondern nur naturreines Bio-Brot.“ Das war auch die verbindende Idee, als sich der Verein vom Korn zum Brot e. V. gründete.

Grofer erinnert auch seinen schweren Anfang: „Der war nicht einfach, weil man erst einmal die alten Verfahren und Fähigkeiten wieder zu erlernen hatte. Aber die Entscheidung für Ökoprodukte war keine betriebswirtschaftliche Entscheidung, sondern weil nur so das Backen ,gesund‘ geht.“

Grofer startete 2004. Seither gibt er sein Wissen – und vor allem seine Leidenschaft für uriges, gesundes Brot – in den regelmäßigen Seminaren im Stadtrodaer Ortsteil  Gernewitz weiter.

In seiner Bäckerei in Remstädt setzt er auf Bio-Brotgetreide. Es kommt vorwiegend  Dinkelvollkorn zum Einsatz, aber auch Roggenvollkornmehl. Beides kommt aus der Region. „Als Kleinbetrieb haben wir die Möglichkeit, mit einem gewissen Selbstverständnis Abläufe so zu gestalten, dass die Backwaren besser verträglich und verwertbar für den Organismus werden. Manche Teigführungen – also die Entwicklung eines Teiges vom Mischen der Zutaten bis zum Backen – dauern bis zu 18 Stunden wie z. B. bei unserem Weizen- und Roggensauerteig.“

Grofers Dorfbäckerei ist damit zu einem Geheimtipp unter Allergikern oder Veganern geworden: „Sie finden halt in unserem umfangreichen Sortiment Produkte aus Dinkel, Buchweizen, Hanf, Hirse und Walnuss zu üblichen Angeboten unter Verwendung von Sauerrahm, Leinsamen, Zwiebeln oder Kartoffeln bekommen.“

Mehr Infos zum Seminar findet man auf der Seite des Denkmalhofes Gernewitz.

Vom Korn zum Brot e. V.

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