Baustart für neuen REWE-Markt in Goldbach

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So soll der neue REWE-Markt aussehen. Foto: REWE

Goldbach (red/REWE, 1. Oktober). E-Ladeplätze, Scan&Go und ein REWE-Abholservice: Der geplante neue Supermarkt des Lebensmittelhändlers REWE hält einige Neuerungen für Goldbach bereit.

Beim ersten Spatenstich waren die Bürgermeisterin der Gemeinde Nessetal, Eva-Marie Schuchardt, und Bauamtsleiterin Petra Thiel anwesend. REWE will auf dem Areal an der Ecke Sonneborner Straße/Goldbergstraße einen besonders energieeffizienten Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von 1.800 Quadratmetern errichten. Das Unternehmen investiert mehr als 7 Mio. Euro und schafft rund ein Dutzend neuer Arbeitsplätze. Der bestehende Markt bleibt bis zur Fertigstellung des Neubaus geöffnet. Im Anschluss wird das Gebäude abgerissen. Die Eröffnung des neuen Supermarktes ist für das zweite Halbjahr 2023 geplant.

Grüner Supermarkt
Ein „REWE Green Building“ ist kein Standard-Gebäude, es ist ein wahrer Energiespar-Markt. Der Einsatz modernster Heizungs-, Lüftungs- und Beleuchtungstechnik, energieeffizienter Kälteanlagen und wirksamer Dämmung reduziert den Energiebedarf der Markthalle um bis zu 50 %. Ein Baustein sind die verglasten Kühlregale mit LED-Beleuchtung, bei denen ausschließlich natürliche Kältemittel zum Einsatz kommen. Ein weiterer ist die Wärmerückgewinnung: Die Heizenergie wird zu 80 % durch Abwärmenutzung aus der zentralen Gewerbekälte und zu 20 % über den Einsatz von Wärmepumpen abgedeckt.

Dank zeitgemäßer technischer Anlagen belastet ein REWE Green Building die Umwelt nicht mit CO2-Emissionen – der Markt wird CO2-neutral betrieben. Der Strom stammt zu 100 % aus erneuerbarer Energie. Bundesweit gibt es bereits 240 dieser grünen Supermärkte.

Zentraler Bestandteil des Konzepts sind außerdem natürliche und schadstoffarme Baustoffe. Bei der Tragkonstruktion und dem Dach kommt der nachwachsende Rohstoff Holz zum Einsatz.

Charakteristisch und weithin gut sichtbar sind die großen Leimholzbinder aus Lärchenholz an der Markfront. Die verwendeten Holzelemente stammen aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Bei jedem der Öko-Supermärkte erfolgt eine unabhängige und transparente Prüfung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Sie zertifiziert die nachweislich ressourcenschonende und energieeffiziente Bauweise.

Einfach abholen oder selbst scannen
Der neue REWE-Markt wird der Kundschaft neben dem klassischen Einkaufserlebnis mehrere Innovationen bieten. Neben Bedienkassen gibt es mehrere sogenannte Self-checkout-Terminals. Dort scannen die Kund:innen ihre Ware selbst. Eine weitere technische Neuheit ist Scan&Go.

Schon beim Gang entlang der Regale können die Kundinnen und Kunden ihre Lebensmittel scannen – wahlweise per Handscanner oder mit dem eigenen Smartphone – und in den Einkaufswagen legen. Bezahlt wird an einer der Express-Kassen. Das Anstellen und erneute Auspacken der Ware an einer regulären Kasse entfällt. Besonders kontaktarm wird der REWE-Abholservice sein. Die Kunden und Kundinnen können ihre Lebensmittel online bestellen und zu einem Zeitpunkt ihrer Wahl fertig zusammengestellt im Markt abholen.

Betreiben wird den Neubau Nils Stiem. Der 29-Jährige lebt in Goldbach, leitet bereits den bestehenden REWE-Markt und macht sich mit der Neueröffnung selbstständig.

Der neue REWE in Goldbach aus der Luft. Grafik: Architekturbüro Hippauf

Neben einer Salatbar und einer Bäckereifiliale mit Sitzbereich wird es im künftigen Goldbacher Supermarkt auch eine zehn Meter lange Bedientheke mit Käse, Wurst und Fleisch sowie eine Floristikinsel geben.

Zum neuen REWE gehören auch knapp 120 Pkw-Parkplätze, eine Elektro-Ladesäule mit zwei Anschlüssen und 32 Stellplätze für Fahrräder. Bepflanzt wird der Außenbereich mit 27 Bäumen wie Rotahorn und Thüringische Saulen-Mehlbeere sowie 15 Gehölzen wie Gelbholz Hartriegel.

Die Gemeinde lässt im Zuge des Neubaus eine neue Bushaltestelle errichten.

REWE betreibt in Thüringen 115 Läden und ein Logistikzentrum mit insgesamt 4.800 Beschäftigten.

1 KOMMENTAR

  1. super Sache nur eines finde ich nicht ok. „eine Elektro-Ladesäule mit zwei Anschlüssen“ sry das ist ein Witz 🙁 10 x AC 11KW, das wäre einmal ein „kleines“ Zeichen

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