Hirte: „3+3 Kernkraftwerke nutzen und heimische Gasförderung“

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Ein Atomkraftwerk. Foto: Burghard Mohren/ Pixabay

Gotha/Berlin (red/nh, 27. Oktober). Christian Hirte, Thüringer CDU-Landesgruppenchef im Deutschen Bundestag, hält das Bestellen von Kernbrennstoff und das Wiederhochfahren der drei zum 31. Dezember 2021 abgeschalteten Kernkraftwerke für notwendig:

„Es ist eigentlich ganz banal: Ist ein Gut knapp, steigt der Preis. Es reicht daher nicht, mit Geld an den Symptomen rumzudoktern, sondern wir müssen für mehr Energie sorgen!“

Für ein deutlich höheres Angebot an Strom, sei nach Hirtes Meinung „der Streckbetrieb nur bedingt geeignet. Billiger als mit abgeschriebenen Kraftwerken und in Grundlast kann man kaum Strom produzieren. Schon der Streckbetrieb dämpft den Strompreis. Eine verstärkte Nutzung der Kernkraftwerke 3+3 würde zu einer deutlichen Mengenausweitung und Preissenkung führen.“

Ähnliches gelte beim Gas. In Anbetracht bedrohlicher Knappheit ist der „sofortige Ausbau der heimischen Erdgasförderung geboten. Dabei darf auch Fracking kein Tabu mehr sein.“

Jahrelang habe man das Schreckgespenst Fracking an die Wand gemalt hat. Es werde Zeit, hier mehr Realismus und Pragmatismus walten zu lassen. Die Expertenkommission Fracking sei schon 2021 zu dem Schluss gekommen, dass Fracking möglich sei. Seit über 50 Jahren wird in Niedersachsen gefrackt, ohne dass es je zu einem Umweltzwischenfall gekommen wäre. „Es ist geradezu absurd, wenn wir Flüssiggas mit hohen Transportverlusten aus den USA beziehen, während auch inländisches Erdgas zur Verfügung steht. Angesichts des Krieges in der Ukraine und des Lieferstopps durch Putin können wir es uns nicht erlauben, hierauf zu verzichten,“ so Hirte abschließend.

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