Oettinger Rockets weiter mit großem Verletzungspech

Nach den schweren Verletzungen von Johannes Richter, Niklas Wimberg, Retin Obasohan und Dane Watts erreichten die Oettinger Rockets nun die nächsten Hiobsbotschaften.
Spieler Sava Lesic zog sich am Sonntag beim Spiel gegen Chemnitz eine schwere Knieverletzung zu und wird mindestens vier Monate ausfallen.
Auch Dino Dizdarevic verletzte sich im Spiel und kann vier bis fünf Wochen nicht mitwirken.

Als Konsequenz blieb den Verantwortlichen nichts anderes übrig, als das Turnier in Würzburg am kommenden Wochenende abzusagen. Der 5. Bosch Rexroth Cup war als wichtiger Teil der Vorbereitung der Oettinger Rockets gedacht, aber mit sechs Spielern macht es keinen Sinn anzutreten. Weder für die Gegner, noch für die eigene Mannschaft, da bei der zu erwartenden Überbelastung noch weitere Verletzungsrisiken dazu kommen würden.

Haben Sie in Ihrer Karriere bereits eine solche Verletzungsmisere erlebt?

Wolfgang Heyder: „Nein ich muss zugeben, in den mehr als 15 Jahren Bundesliga aber auch in der Zeit selbst als Trainer ist mir so etwas noch nicht passiert. Das nach und nach sich praktisch der halbe Kader so schwer verletzt, dass die für einen Großteil der Vorbereitung und zu Beginn der Saison nicht zur Verfügung stehen. Bei allen Verletzungen handelt es sich um dramatische Unfälle, die man schon mit großem Pech definieren kann. Es ist sicher, dass Johannes Richter, Dane Watts und Sava Lesic sowie Dino Dizdarevic zu Saisonbeginn, möglicherweise bis Weihnachten, nicht zur Verfügung stehen. Eine mehr als bittere Pille. Bei Retin Obasohan und Niklas Wimberg hoffen wir, dass sie bis Mitte nächster Woche ins Mannschaftstraining einsteigen können. Sie haben aber keinerlei Vorbereitung mitmachen können.“

Wie beurteilen Sie aus dieser Sicht die sportliche Situation?

Wolfgang Heyder: „Eine Beurteilung der sportlichen Situation ist unter diesen Begebenheiten kaum möglich, hat doch die Mannschaft nur zwei Trainingseinheiten im Fünf gegen Fünf absolvieren können. Und auch die Vorbereitungsspiele waren bisher keinerlei Maßstab. Gerade für einen Neuling mit dem bekannten Konzept mit jungen deutschen Spielern zu agieren ist das wahrlich keine glänzende Voraussetzung.
Trotzdem geht es darum, nach vorne zu schauen, jammern hilft nicht weiter. Es muss gelingen, spätestens in der kommenden Woche eine annehmbare Trainingssituation zu schaffen.“

Werden Sie auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv werden bezüglich Spielerverpflichtungen?

Wolfgang Heyder: „Das wird am Ende des Tages eine finanzielle Frage sein. Aus sportlichen Gründen muss ich sagen dass wir nicht umhin kommen werden, das Team zumindest auf der großen Position zu unterstützen. Mit Dane Watts, Sava Lesic und Johannes Richter können wir in den ersten fünf bis sechs Spielen unter keinen Umständen rechnen.“

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