„Die sehr gute Atmosphäre zwischen Schülern und Lehrern bekommt man bereits beim Eintreten in das Schulgebäude zu spüren“, ist das Fazit des Ministers für Bildung, Wissenschaft und Kultur Christoph Matschie (SPD) nach seinem Besuch in der Regelschule Tabarz. „Integration wird hier wirksam ausgeübt.“
Auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Werner Pidde informierte sich der Minister bei der Schulleiterin Sabine Geißler über die besondere Aufgabe der Schule bei der Integration von Kindern und Jugendlichen, die im Kinderheim aufwachsen. Gegenwärtig lernen an der Schule 17 Kinder aus dem Kinderheim in verschiedenen Klassenstufen.
Insbesondere hob die Schulleiterin die sehr gute Zusammenarbeit der Lehrer mit den Erziehern der Heimkinder sowie dem Jugendamt hervor. „Diese Zusammenarbeit hat sich von Jahr zu Jahr stetig entwickelt. Der direkte Kontakt untereinander ermöglicht es, dass viele „Problemchen“ nicht zum großen Problem werden“, ist sie sich dabei sicher. Der seit Jahren fest verwurzelte Lehrerstamm ist ein weiterer Faktor für eine erfolgreiche Arbeit mit den Heimkindern. Für die Schule wäre es von Nachteil, wenn „Lehrer auf Abordnung“ tätig sind.
Angesprochen wurde aber auch, dass nach wie vor zu wenig Stunden für eine Einzelbetreuung mit den Kindern vorhanden sind. Eine besondere Zuweisung an Lehrern wäre hier wünschenswert.
Matschie betonte in diesem Zusammenhang, dass er sich gegenwärtig dafür einsetzt, mehr junge Lehrer an Thüringens Schulen zu holen. So strebe er für dieses Jahr 380 Neueinstellungen an. Weitere 220 Stellen würden durch Aufstockungen im Teilzeitbereich (Floating) geschaffen, was einem Gesamtpotenzial von 600 Stellen entspreche. Ihm geht darum, Schule zu einem Ort zu machen, an dem alle Schülerinnen und Schüler beste Chancen haben, einen Abschluss zu schaffen. „Diese Schule verfolgt das gleiche Ziel“, lobt der Minister zum Abschied.






















