Am 18. und 19. Mai 2012 fanden in Freising die German Masters für die Veteranen des Ringkampfsportes statt. Von der ZSG Grün Weiß Waltershausen, ließ es sich Carsten Wladimiroff (allen Ringkampffreunden als Falli bekannt) nicht nehmen, persönlich an den Start der Altersklasse 46 – 50 Jahre zu gehen.
Am ersten Tag wurden die Meister im griechisch – römischen Stil ermittelt. Erster Gegner für Carsten war hier der Sportfreund Mayr aus Kempten. Hier hatte Carsten gleich den späteren Meister auf der Matte. Die erste Runde ging durch eine kleine Unaufmerksamkeit knapp mit 1:0 an den Kemptener Sportfreund, aber die Chancen standen nicht schlecht, um diesen Kampf siegreich zu gestalten. In der zweiten Runde verletzte sich unser Waltershäuser Ringer am Knie – die stabile Standsicherheit war nicht mehr gewährleistet und er musste die zweite Runde mit 6:0 abgeben. Im zweiten Kampf wartete ein Gegner aus Baden Württemberg. Dieser Kämpfer hatte schon im letzten Jahr seine Klasse gezeigt und war nicht zu unterschätzen. In Runde 1 des Gefechtes war Carsten sicher übermotiviert und haderte mit seiner Knieverletzung. Durch eine Bodenaktion kam er in die gefährliche Lage, konnte sich jedoch daraus befreien. Mit 4:0 ging diese Runde an seinen Gegner. In Runde 2 musste die Wende geschafft werden, aber Sportfreund Rebscher war taktisch gut eingestellt und schob unseren Altringer einmal aus der Kampfzone. Nun halfen alle Bemühungen nichts mehr den Kampf noch zu drehen, auch diese Runde ging mit 1:0 an Carstens Gegner. Das dritte Gefecht an diesem langen Abend brachte einen Sportfreund aus Halbergmoos / Bayern zu Carsten mit auf die Matte. Hier legte unser Sportfreund alles in die Waagschale und setzte durch energische Aktionen die Akzente in diesem Kampf. Der Punktsieg war der verdiente Lohn. Im letzten Kampf, an diesem langen Abend, stand ein weiterer Favorit aus Freiburg auf der Matte. Nach einer sehr kurzen Erholungszeit vom dritten Kampf und die sich stärker bemerkbar machende Knieverletzung, musste sich Carsten auch in diesem Kampf geschlagen geben und gab verletzungsbeding auf. Gegen 22.30 Uhr war der erste Wettkampftag dann endlich vorüber.
„Ich hatte Angst um mein Knie, wollte kein Risiko eingehen und war auf das ungestüme Anrennen und Hinausschieben, meines Gegners, nicht eingestellt.“, erklärte Carsten dann seine Entscheidung. „Vielleicht habe ich somit noch die Kraft, den nächsten Kampf siegreich zu gestalten.“
Leider kam es ganz anders. Carsten stellte sich offensiver auf seinen Gegner ein, was eigentlich nicht sein Kampfstil ist und wurde taktisch gut ausgekontert. Auch hier konnte er sich aus einer gefährlichen Bodenlage befreien, doch insgesamt war die Punktniederlage gerechtfertigt.
„Ich bin stolz darauf, unseren neuen Verein so vertreten zu haben, und ich hoffe nicht das letzte Mal. Ich bedanke mich auch nochmals für die moralische Unterstützung meiner Vereinsmitglieder, die mir in den vielen Trainingseinheiten zur Vorbereitung dieser German Masters wieder das Gefühl für die Matte gegeben haben. Fast 2 Jahre ohne einmal die Ringerschuhe angezogen zu haben sind schon eine lange Zeit. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit allen beim nächsten Training und sage, nach den Masters ist vor den Masters und wenn es die Gesundheit und der Beruf zulassen, werde ich die Ringerschuhe noch nicht an den Nagel hängen.
Nun hoffe ich, dass die Jugend in Waltershausen und Umgebung ebenfalls so die Initiative für den Ringkampfsport ergreifen wird, um diesen Verein als alte und neue Ringerhochburg weiterhin bekannt zu machen.
Die Vorraussetzungen sind gegeben, so das Umfeld wie die Ringerhalle und sportliche Materialien, wie auch die Tatsache, dass wir mit Ronny Jurke, Mario Dietsch und vielen anderen eine hervorragende Jugendarbeit nachweisen können, was die letzten Ergebnisse der Thüringer Meisterschaften in unserer Stadt beweisen. Nicht nur die „Jungen Wilden“, auch die „Alten Haudegen“ sind weiterhin willig, ihr Können unter Beweis zu stellen.
(Autor Mario Dietsch)






















