Der Schulförderverein der Grundschule „Gotha-Siebleben“ stellt alle vier Jahre ein spannendes Projekt auf die Beine.
Anfang Juni war es wieder so weit. An der Grundschule in Gotha-Siebleben fand erneut die Zirkus-Woche statt. Dazu engagierte der Schulverein die Artisten des „Projektcircus Klecks“. „Es ist bereits das vierte Mal, dass wir das organisieren“, sagte Vereinsvorsitzende Kirsten Ziller-König.
Dafür hat der Förderverein in den vergangenen vier Jahren kräftig die Werbetrommel gerührt und Spenden gesammelt. Aus Spendenläufen, einem Sammelprojekt mit der Ahorn-Apotheke sowie einer Förderung des Siebleber Ortsteilrats konnten 6.000 Euro eingenommen werden.
Damit konnte der Verein nicht nur das Projekt vollständig finanzieren. Besonders erfreulich fand Ziller-König: „Wir bilden damit eine Ausnahme. Es wurde genug Geld gesammelt, um jeden Kind zwei Karten für Familienmitglieder spendieren zu können.“ Somit mussten die Eltern für das gesamte Projekt keinen Cent zusätzlich tragen.
Drei Tage lang probten die 200 Schülerinnen und Schüler fleißig mit dem Team des „Projektcircus Klecks“. Ab Mitte der Woche gab es dann die ersten Vorstellungen, was bei bei allen Beteiligten große Begeisterung auslöste. „Die ganze Show ist einfach super. Es ist atemberaubend, den Kindern am großen Trapez zuzusehen. Die Clowns bringen alle im Zelt zum Lachen“, schmunzelte Schulleiterin Christina Wagner.
Josephine Beier, Schatzmeisterin im Förderverein, stellte fest: „Schüler, die eher zurückhaltend sind, konnten hier richtig aufblühen. Viele gingen weit über ihre persönlichen Grenzen hinaus.“ Hier zeige sich einer der vielen Gründe, weshalb der Förderverein an dem Projekt festhält. Die Zirkus-Woche stehe außerdem für Gemeinschaft, Begeisterung, Miteinander und das Überwinden von Barrieren, meinte die Vereinsvorsitzende Kirsten Ziller-König.
Schon im Verlauf der ersten Vorstellungen stand die Spendenbox des Fördervereins bereit. Nun galt es, neue Gelder zu sammeln, um 2030 die fünfte Auflage der Projektwoche zu ermöglichen. Einerseits gehen die Mitglieder des Vereins proaktiv auf Eltern zu, andererseits sind die Kinder ein unnachgiebiger Faktor bei der Werbung. „Die eigenen Kinder haben natürlich die größte Wirkung auf die Spendenbereitschaft der Eltern“, so Josephine Beier. Es sei sehr bewegend, das eigene Kind in der Rolle eines Zirkusartisten zu erleben. Zusätzlich sprechen die Kinder offen über ihre Erfahrungen und machen andere Schulkinder neugierig.
Und was erleben Besucher beim Blick hinter die Zeltplane? Akrobaten springen durch die Manege, Piraten bringen ihren Schatz in Sicherheit und Clowns lassen das Zirkuszelt vor Lachen erbeben. Das knapp zweistündige Programm begeisterte alle Gäste und sorgte für viel Fun: Jubel, Trubel, Heiterkeit…
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Oscar am Freitag-Magazin, Ausgabe 6 (2026)





















