„Wenn Tasten Herzen berühren” – Klavierkonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach

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Plakat zum Konzert Am Samstag, 12. September 2026, um 18 Uhr findet das Konzert „Wenn Tasten Herzen berühren. Musik der Bach-Familie für 2 Cembali“

Am Samstag, 12. September 2026, um 18 Uhr findet das Konzert „Wenn Tasten Herzen berühren. Musik der Bach-Familie für 2 Cembali“ im Spiegelsaal der Forschungsbibliothek Gotha statt.

Das Konzert mit den renommierten Cembalisten Aleksandra und Alexander Grychtolik widmet sich der virtuosen Klaviertradition der Bach-Familie. Im Zentrum stehen wegweisende Klavierkonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach, dessen Kompositionen die Seele berühren und die menschlichen Emotionen im damaligen „empfindsamen Stil” musikalisch einfangen. Als Höhepunkt des Konzertabends treffen sich Carl Philipp Emanuel und sein Vater Johann Sebastian Bach zu einer spontanen Improvisation an zwei Cembali.

Aleksandra und Alexander Grychtolik repräsentieren die Spitze einer künstlerischen Bewegung, die die Aufführungskultur revolutioniert und als dynamische Kunstform der Gegenwart erneuert. Als eines der international profiliertesten Cembalisten-Paare haben sie die Barockmusik durch die schöpferische Sprengkraft der Improvisation und durch kühne Werkbearbeitungen revolutioniert. Mit einem tiefen Verständnis für historische Klangästhetik, die von der Fachwelt als „magisch“ und von „orchestraler Pracht” beschrieben wird, setzen sie als Solisten neue Maßstäbe.

Ihr künstlerisches Schaffen spiegelt sich u. a. in zahlreichen TV-Produktionen für den europäischen Kultursender ARTE sowie in einer Reihe preisgekrönter CD-Einspielungen wider: Die bahnbrechenden Rekonstruktionen von Bach-Vokalwerken für Sony (Deutsche Harmonia Mundi) mit ihrem Ensemble „Deutsche Hofmusik“ wurden in die „Bach333“-Gesamtedition der Deutschen Grammophon aufgenommen. Ausgezeichnet durch Nominierungen für den ECHO Klassik sowie für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik, gelten ihre Einspielungen heute als Referenz für eine visionäre Verbindung von Kunst und Wissenschaft.

Aleksandra und Alexander Grychtolik konzertieren auf zwei Meisterinstrumenten von Cornelis Bom, von denen eines aus der Sammlung von Gustav Leonhardt, einem der einflussreichsten Cembalisten des 20. Jahrhunderts, stammt. Sie konzertieren regelmäßig in renommierten Konzerthäusern wie der Alten Oper Frankfurt und aufführenden Festivals wie dem Bachfest Leipzig, dem Festival van Vlaanderen und dem Festival J. S. Bach de Lausanne sowie in den Kulturmetropolen Europas, Asiens, und Amerikas. Mit dem Tenor Daniel Johannsen verbindet sie dabei eine langjährige Zusammenarbeit, 2021 waren sie Artists in Residence beim Internationalen Bachfest Schaffhausen (Schweiz). Für ihren Einsatz um das europäische Musikerbe wurde ihnen 2025 durch Eduard Prinz von Anhalt (Cousin Charles III.) der Verdienstordens des Askanischen Hausordens verliehen.

Während Alexander Grychtolik zudem als Visiting Researcher an der Sacred Heart University in Tokio sowie als Honorarprofessor an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar wirkt, transferiert Aleksandra Grychtolik ihre kulturpolitische Expertise aus ihrer Tätigkeit für EU-Institutionen in Brüssel in die Gestaltung zukunftsweisender Kulturformate. Mit wegweisenden Projekten, wie der immersiven Synthese von Architektur und Musik im virtuell rekonstruierten Konzertstätten der Bach-Zeit oder in der Zusammenarbeit mit Spitzenensembles wie dem Barockorchester Il Gardellino aus Belgien kuratieren Aleksandra und Alexander Grychtolik eine neue Form des Konzerterlebnisses.

Im Anschluss an die Veranstaltung lädt der Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e. V., der die Aufführung sehr großzügig unterstützt hat, zu einem Umtrunk ein.

Aufgrund begrenzter Kapazitäten bitten wir um Anmeldung bis zum 10. September unter Tel. 0361/737-5530 oder veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de.

 

 

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