Stefan Müller-Ruppert liest sich durch Kishons jüdischen Humor

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Fliesenstudio Arnold

Oh ja, die oben gestellte, titelgebende Frage der Überschrift, wird wohl mit Fug und
Recht und obendrein noch aus vollem Herzen mit „JA“ zu beantworten sein.

Denn der badische Rezitator, Sänger und Schauspieler Stefan Müller-Ruppert hat sich bei der Auswahl für seine Lesung zu Ehren des israelischen Geschichtenschreibers und Satirikers Ephraim Kishon, bewusst für dessen humoristische Darstellungen des ganz normalen, vor allem israelischen Alltags und die Fallstricke des Familienlebens entschieden. Denn obwohl Kishon seinen großen literarischen Ruf nicht zuletzt auch für seine politischen Satiren erlangte, bedarf es für diese, wie auch für‘s politische Kabarett doch der Spannung und Wirkungskraft der tages- oder zumindest der
zeitnahen Aktualität. Diese ist aber natürlich nun, seit dem Tode Kishons im Jahre
2005 nicht mehr gegeben. Zeitlos hingegen sind aber dessen außerpolitische
Gegenstände seines satirischen Spottes, die kleinen Ärgernisse des Alltags, die
Mühlen der Bürokratie, die menschlich-allzu-menschlichen Schwächen seiner
Landsleute.

Mit Kishon Kurzgeschichten begegneten in Deutschland erstmals ungezählte
Menschen dem literarischen Genre der Satire. Ephraim Kishon, der am liebsten in der
Abgeschiedenheit seiner Wahlheimat Appenzell in der Schweiz arbeitete und
durchaus als konservativ galt, spießte in seinen Geschichten die
allgemeinmenschliche Schwäche der Heuchelei auf, oder charakterisierte die
Eigenheiten seiner jüdischen Landsleute. Und so darf man gespannt, sein wenn
Stefan Müller-Ruppert, der bekannt dafür ist, dass er Geschichten nicht nur liest,
sondern auch durchlebt, durchjubelt, durchleidet, enthusiastisch unterlegt mit einer
ausdrucksstarken Mimik und Gestik, ausholt, einen bunten und unterhaltsamen
Querschnitt durch Kishons Schaffen zu bieten, der das Publikum gut gelaunt, mit
einem Lächeln im Gesicht nach Hause entlässt.

Fr, 26.10.12, 19 Uhr, Rudolstadt, Stadtbibliothek
Sa, 27.10.12, 17 Uhr, Jena, Villa Rosenthal
So, 28.10.12, 17 Uhr, Mühlhausen, Stadtbibliothek

Tickets Rudolstadt und Jena zu 8,- /5,- € (Rudolstadt und Jena) und 7,- €
(Mühlhausen) an der Abendkasse. Das Gesamtprogramm und weitere Informationen
zu Künstlern, Terminen, Vortragsthemen und Veranstaltungsorten und finden Sie
unter www.kulturtage.synagogenverein-erfurt.de.

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