Auf ein bewegtes Jahr 2012 blicken die freiwilligen und hauptamtlichen Feuerwehren in der Region zurück: Stolze 28.890 Einsatzstunden erbrachten die Floriansjünger insgesamt, wobei je rund die Hälfte der Zeit von den Kameraden der Berufsfeuerwehr (15.507) und den freiwilligen Wehren (13.473) geleistet wurde.
302-mal mussten die Helfer tatsächliche Brände bekämpfen sowie 1616-mal technische Hilfe leisten. In der Summe kommt die Berechnung auf 18.000 eingesetzte Kräfte insgesamt. „Diese beeindruckenden Zahlen verdeutlichen, wie viel Zeit und Aufwand die Feuerwehren aufwenden, um anderer Menschen Leben und Sachwerte zu retten oder Hilfe zu leisten. Für dieses Engagement gebührt allen Kameradinnen und Kameraden Dank und Anerkennung“, so Landrat Konrad Gießmann.
302 Brände forderten das Können der Floriansjünger
In insgesamt 302 Fällen mussten sich die eingesetzten Wehren den Flammen stellen; davon waren 152 Klein-, 37 Mittel- und 13 Großbrände. Großer Verdienst: 117 Menschenleben konnten dabei gerettet werden. Ausrücken mussten die Floriansjünger 2012 zudem mehrfach, ohne am Ende tatsächlich Feuer zu bekämpfen: 21-mal war das Feuer bereits gelöscht, als die Helfer eintrafen, 77-mal wurden die Wehren in Bereitstellung gerufen und 133-mal sorgten blinde Alarme und fehlgeleitete Brandmeldeanlagen dafür, dass sich die Freiwilligen umsonst bemühten. Auch elf böswillige Alarmierungen verzeichnet die Statistik. Bei sämtlichen Brandereignissen kamen für die 8.094 angeforderten Kameraden 13.808 Einsatzstunden zusammen; zehnmal hatten die Helfer Verletzungen in den eigenen Reihen zu beklagen.
Unfälle dominieren Hilfeleistungen
Wesentlich häufiger als zu Brandeinsätzen wurden die freiwilligen Wehren und die Gothaer Berufsfeuerwehr hingegen zu Hilfeleistungen unterschiedlichster Art gerufen. Insgesamt 1.676 Ereignisse mit 9.906 Beteiligten, die 15.152 Einsatzstunden erbrachten, führt die Statistik auf. Schwerpunkt blieb auch 2012 die Hilfe bei Verkehrsunfällen (281 Mal) vor Wohnungsöffnungen (206), Wetterunbilden wie Hochwasser, Eis und Überschwemmungen und Sturmschäden (114) sowie ferner dem Beseitigen von Ölspuren, ausgelaufenen Treibstoffen oder Ölen (Summe: 101 Ereignisse). Mit Tieren hat die Gothaer Berufsfeuerwehr zudem häufiger zu tun als die Kameraden im Umland: Auf 142 Unfälle mit Tieren sowie 331 Fälle, in denen Tiere in Sicherheit gebracht werden mussten, kamen die Residenzstädter im vergangenen Jahr. Im Umkreis wurden dazu ein bzw. acht Einsätze gezählt. 47-mal befreiten die Brandschützer Menschen aus Notlagen; insgesamt konnten sie bei den Hilfeleistungseinsätzen 235 Frauen und Männer in Sicherheit bringen.
Aktuell zählen die Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Gotha derzeit 1.915 Aktive (2011: 1.906), darunter 176 Kameradinnen. In den Jugendwehren sind – inklusive der Bambini – derzeit 858 Mitglieder organisiert.
Zahlen und Fakten rund um das Einsatzgeschehen
➢ Zehn Unfälle mit Gefahrstoffen wurden 2012 registriert.
➢ 2.531.865 Liter Löschwasser benötigten die Helfer im vergangenen Jahr.
➢ Von 41 Hydranten, die in Anspruch genommen werden mussten, erwies sich nur einer als defekt.
➢ 3.914 Liter Schaummittel setzten die Kameraden ein.
➢ 22 Einsätze gingen auf das Konto von Insekten, die eine Gefährdung darstellten.
➢ Sechs Personen mussten aus steckengebliebenen Aufzügen befreit werden.
Neben den Feuerwehren hatten auch die Rettungsdienste im Landkreis Gotha 2012 kaum Mußestunden: Genau 20.172 Einsätze in der Notfallrettung registrierte die Zentrale Rettungsleitstelle des Landratsamts. Hier gehen sämtliche Notrufe ein, die über die Nummer 112 angefordert werden. Rund um die Uhr von mindestens zwei Disponenten besetzt, entsendet die Rettungsleitstelle Notärzte (5.797-mal 2012), Rettungstransportwagen (14.375 Fälle 2012) oder eben die Feuerwehren an den Einsatzort. Darüber hinaus koordiniert die Rettungsleitstelle ebenfalls die Krankentransporte, etwa von Patienten von den Kliniken nach Hause oder von Krankenhaus zu Krankenhaus. Auch Spezialeinsätze, etwa die Anforderung von Rettungshubschraubern, werden von hier aus gesteuert. 2012 beispielsweise landete der Helikopter 57-mal, um Verletzte aufzunehmen.



















