Vorgestellt: Neuer Leiter der Umweltverwaltung des Landkreises Gotha

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Hajo Reuter, Assessor des Forstdienstes und Diplom-Umweltwissenschaftler, leitet seit Jahresbeginn das Umweltamt des Landkreises Gotha.

Dem 47-jährigen Schweriner unterstehen damit die Bereiche Natur-, Immissions- und Bodenschutz sowie die untere Wasserbehörde, die Abfallbehörde und die Chemikaliensicherheit mit insgesamt rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Reuter folgt auf den langjährigen Amtsleiter Ingbert Reichelt, der Ende November in den Ruhestand gegangen ist.

Im Auswahlverfahren hat sich der Vater von vier Kindern gegen 27 weitere Bewerber durchgesetzt. Das Erststudium zum Waldexperten absolvierte Reuter an der Universität Göttingen mit anschließendem Referendariat im Landesforstdienst Niedersachsen. Seinen zweiten akademischen Grad erwarb er 2002 im berufsbegleitenden Fernstudium an der Universität in Rostock. Den gebürtigen Ostfriesen führte der Berufsweg zunächst als Forsteinrichter nach Lüneburg und als Gutachter nach Cottbus, ehe er zur Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) des Bundes nach Schwerin wechselte. Aufgabe hier: Abwicklung von Kaufverträgen ehemals volkseigener Forstflächen der DDR.

Sieben Jahre lang arbeitete Reuter im Vertragsmanagement, das er selbst als „Verhandlung von Unmöglichkeiten“ charakterisiert – schließlich galt es, mit Verkauf von Liegenschaften auch den Erhalt von Arbeitsplätzen durchzusetzen oder deren Ausbleiben notwendigenfalls zu sanktionieren. Weitere neun Jahre war Reuter in der LAFOS Dienstleistungs GmbH für die Bewirtschaftung des BVVG-Waldes in Mecklenburg-Vorpommernzuständig. Diese Tätigkeiten hätten ihn neugierig gemacht, eines Tages die Seiten des Schreibtisches zu wechseln, begründet Reuter seine Motivation zur Bewerbung im Landratsamt Gotha. Mithilfe des theoretischen Rüstzeugs aus dem Zweitstudium und des Tipps eines befreundeten Försters zur laufenden Stellenausschreibung gelang dieser Sprung zum Jahresende.

In seiner neuen Funktion kann Reuter auf eine eingespielte Truppe zurückgreifen. Die thematische Bandbreite ist groß, angefangen von der Genehmigung von Windkraftanlagen über die Einhaltung des Artenschutzes exotischer Haustiere bis hin zu Unterschutzstellungen von Landschaftsgebieten oder der Erteilung von wasserrechtlichen Erlaubnissen erstreckt sich die Palette der Aufgaben. „Ich kann auf ein Expertenteam bauen, das unter anderem aus Biologen, Chemikern, Forstwirten, Geologen und Verwaltungsassen besteht“, freut sich der neue Amtsleiter.

In seinen ersten Tagen verschafft er sich einen Überblick zu den laufenden Verfahren und Projekten und freut sich schon auf die Treffen mit Gremien wie dem Umweltausschuss des Kreistags oder den Naturschutzbeirat, die die Arbeit der Umweltverwaltung begleiten.

Foto: Hajo Reuter ist der neue Leiter des Umweltamts.

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