Bauhistorischer und touristischer Anziehungspunkt!

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Im Rahmen der Eröffnung des sanierten und erweiterten Gothaer Stadt-Bades luden Bauherr und Oberbürgermeister Knut Kreuch sowie der Geschäftsführer der Badbetreibung Gotha GmbH Matthias Scholz am Donnerstag zu einem Festakt in die Bohnstedtstraße ein.

Rund 200 Gäste erlebten hier die feierliche Schlüsselübergabe der Architekten an die zukünftigen Betreiber im neuen Anbau. „Mit dem neuen alten Stadt-Bad erhält Gotha einen bauhistorischen und touristischen Anziehungspunkt zurück“, freute sich Oberbürgermeister Kreuch über den gelungenen Kraftakt.

Denn das 1908 erbaute Jugendstilbad wurde über einhundert Jahre nach seiner Eröffnung vollständig entkernt und aufwendig saniert, die Spuren des Leerstands nach einem viertel Jahrhundert beseitigt und den historischen Hallen zu neuem Glanz verholfen.

Wer das neue Sport- und Familienbad betritt, erfährt schon am Eingang die Einzigartigkeit des städtischen Schwimmbades – die historische Inschrift über der großen Freitreppe am Eingang verweist auf die ungewöhnliche Schreibweise des Namens „Stadt-Bad“. Im Inneren staunt der Besucher zunächst über den Mix aus Historie und Moderne. Hier erinnern Fliesen, Mosaik, Decken, Treppengeländer und Fenster an glanzvolle Zeiten.

Vieles wurde erhalten, manches nachgebaut – das Ambiente des 20. Jahrhunderts strahlt im gesamten Altbau. Zu diesem zählt auch der historische Saunabereich, welcher heute das Tepidarium und die Ruheräume enthält. Er wird von einem modernen, attraktiven Neubau mit Bistro, Ruhenischen sowie Finn-, Bio- und Dampfsauna mit Tauchbecken im Saunahof ergänzt.

Ein Blick in das Jugendstilbad verrät: hier geht es ruhig zu. Mit einer einheitlichen Wassertiefe von 1,35m und integrierten Massagebänken lädt das rund 160 m2 große Schwimmbecken die Besucher zum entspannten Baden in historischem Ambiente ein.

Anders hingegen der Eindruck im Neubau: der lichthelle, seitlich verglaste Erweiterungsbau  beherbergt neben der großen Tribüne und den Lehr-und Planschbecken das 25-Meter-Sportbecken mit Sprungturmkombination. Hier dämmen spezielle Decken-Lamellen den Geräuschpegel in der großen Halle. Besonders bei Wettkämpfen wird dieser Aspekt eine große Rolle spielen, hat doch der Schwimmsport in Gotha Tradition. So erhalten im modernen Anbau des Stadt-Bades nun auch die Vereine rundum professionelle Rahmenbedingungen für ihre Trainings- und Wettkampfaktivitäten.

„Es ist wirklich für jeden etwas dabei – wenn die Kleinen im Planschbecken unter dem Wasserpilz erste Badeerfahrungen sammeln, können die größeren Kinder im Lehrschwimmbecken ungestört Techniken erlernen“, erläutert Geschäftsführer Matthias Scholz den Aufbau. Sport in der einen, Entspannung in der anderen Schwimmhalle. Selbst Saunagänger kommen im angrenzenden Westflügel voll auf ihre Kosten.

Die Stadt hat gehalten, was sie versprochen hat: ein historisches und doch technisch hochmodernes Sport-und Familienbad mitten in der Residenzstadt Gotha. Man könnte sagen: ein Bad der Generationen. Denn für viele Gothaer werden hier Erinnerungen an schöne Kinder-und Jugendtage wach, haben doch hunderte Schüler im damaligen Stadt-Bad das Schwimmen erlernt und Vereine hier ihre Techniken trainiert.

Autorin: Ninette Pett

Bilder: Michael Voigt

Stadt-Bad KnutKreuch_Taubert

Geschäftsführer Matthias Scholz, Sozialministerin Heike Taubert und Oberbürgermeister Knut Kreuch feierten mit rund 200 Gästen am Donnerstag die feierliche Eröffnung des neuen Jugendstilbades